Unternehmen produziert P2P-Klagen am Fließband
Filesharing: Unternehmen produziert P2P-Klagen am Fließband
Bisher war es nämlich so, dass sich die von IFPI und Co. engagierten P2P-Detektive meist auf User konzentrierten, die besonders viele Dateien zum Download bereitstellten. Bei diesen Filesharern konnten nämlich die oft hohen Schadensersatzforderungen (10.000 Euro und mehr) wunderbar öffentlichkeitswirksam und abschreckend in Szene gesetzt werden.
Wer also nur wenige Dateien zum Upload anbot, hatte in der Regel nichts zu befürchten (auch wenn gerade die IFPI immer wieder betonte, dass es "jeden treffen kann"). Der Ansatz der Schweizer P2P-Jäger geht jedoch in eine andere Richtung: Nicht User mit besonders vielen Dateien auf dem Rechner werden ins Visier genommen, sondern Filesharer, die unter Umständen nur eine einzige bestimmte Datei anbieten (siehe Zuxxez mit "Earth 2160"). Dank der Logistep-Software können viele Schritte beim Erwischen der Urheberrechtsverletzer automatisiert werden, so dass sich offensichtlich auch das Aufspüren von P2P-Einzeltätern "lohnt".
Das haben auch einige Unternehmen aus der Musikindustrie erkannt, die laut Logistep seit neuestem zur Kundschaft gehören. Die mit den Schweizern zusammenarbeitende Karlsruher Kanzlei hat so auch schon angekündigt rund 10.000 neue Anzeigen (pro Woche!) nachschieben zu können...
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
