IFA-Bericht: Car Media - Pimp My Ride
Monitore unterm Dach oder in der Nackenstütze
Komfortabler sind so genannte Moniceiver. Das sind Autoradios, die ein Bildschirm besitzen, der sich normalerweise automatisch ausfährt. Auf der IFA präsentiert Kenwood allerdings ein Highlight. Das DDX8027 getaufte Gerät fährt eben nicht aus dem Radioschacht heraus. Tatsächlich wird das Radio einfach nur im doppelten DIN-Gehäuse untergebracht und verschwindet so in der Mittel-Konsole. Das Gerät besitzt alles, was man(n) im Auto brauch oder eben nicht. Wiedergabe von Video-DVDs, Video- und Audio-CDs, DVD-R/RW (mit Videodaten MPEG1/2), DVD+R/RW, S-VCD, CD-R/RWs, MP3- und WMA-Files und sogar JPEG-Bilddaten. Zum IFA-Highlight wird das Gerät aber durch sein 16,5 cm großes TFT-Matrixdisplay im 16:9-Display. Das dient nämlich als Touchscreen gleichzeitig zur Steuerung. Der DDX8027 ist im Fachhandel für 2000 Euro erhältlich.
Das Fernseher auch in einen einzelnen DIN-Slot passen, beweist JVC mit dem KD-AVX 1. Das Display ist mit 3-Zoll entsprechend klein und setzt gute Augen voraus, wenn die Kinder von der Rückbank aus Fernsehen sollen. Der KD-AVX 1 eignet sich in erster Linie für den Beifahrer und selbst da dürfte er für eine unnatürliche Haltung sorgen. Das Radio spielt von DVD oder CD nahezu alle Audio- und Videoformate. Im Lieferumfang befindet sich auch eine Fernbedienung. Der Preis beträgt 700 Euro.
Xzibit und seine Westcoast Custom Crew verbauen am liebsten Geräte, die in der Decke oder der Nackenstütze der Fahrersitze verschwinden. "Overhead-Flipdown-Monitore" - so heißen die Bildschirme, die an der Decke angebracht sind - gibt es von nahezu allen bekannten Auto-Entertainment-Herstellern. Clarion bietet allein drei solcher Geräte an, die sich meist nur ein wenig in der Größe unterscheiden. Den größten Monitor bietet der OHM 1053, ein TFT-LCD-Farbmonitor mit allen Funktionen eines großen Fernsehers. Zum Beispiel Schwenkmechanismus, einstellbares Bildformat 16:9/4:3, Bild-in-Bild- (PIP) & Split-Screen-Funktion und einer Bildsteuerung: Kontrast, Helligkeit, Farbe. Die Abmessungen betragen 248 (B) × 233 (H) × 52 (T) mm - das reicht für einen 10,2-Zoll-Monitor. Der OHM 1053 kostet im Handel rund 1.000 Euro.
Sehr elegant sind auch die Monitore, die sich in den Nackenstütze der Vordersitze integrieren lassen. Diese Geräte sind in ihrer Bildschirmgröße natürlich beschränkt (um die 6 Zoll) und haben auch einen schlechteren Blickwinkel als die Deckenlösungen. Ist nur ein Monitor verbaut, dann schaut derjenige in die Röhre, der am anderen Ende des Autos sitzt. Will man alle Mitfahrer zufrieden stellen, dann müssen zwei Monitore für hinten und einer für die Mittelkonsole angeschafft werden. Das kann teuer werden. Die Nackenstützenmonitore kosten je nach Hersteller um die 400 Euro pro Gerät.
