Wahl-Spezial: Parteien zum Thema Filesharing

Wahl-Spezial: Parteien zum Thema Filesharing

Notwendig sei vor allem "eine weitere Verbesserung des Rechtsschutzes gegen die illegale Nutzung geschützter Werke" sowie deren Verbreitung im Internet, insbesondere in Tauschbörsen. Positiv hebt die FDP hervor, dass die Internet-Nutzer durchaus "den Wert von Musik etc. erkennen und bereit sind, einen fairen Preis zu entrichten." Das zeige sich an der "großen Akzeptanz legaler Angebote," die sich inzwischen im Internet etabliert haben.

CDU für stärkere Einschränkung

Wegen der "zunehmenden Missachtung geistigen Eigentums im Bereich der gesamten Kreativwirtschaft" zeigen sich die Unionsparteien besorgt. Wegen hoher Umsatzeinbrüche müsse durch gesetzliche Regelungen verhindert werden, dass "Millionen Internetnutzer Produkte illegal herunterladen und der Eigentümer am Ende noch für den finanziellen Schaden aufkommen muss." Lizenziertes Filesharing sei selbstverständlich zulässig.

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"Privatkopien sollten für den Nutzer einer Tauschbörse im Internet dann nicht erlaubt sein, wenn es sich für ihn offensichtlich um ein rechtswidriges Angebot handelt." Auf die "Herausforderungen des digitalen Zeitalters" will die CDU mit "neue Schutzstrategien" reagieren. Bis zur Verfügbarkeit von intelligentem Digital-Rights-Management steht die CDU der digitalen Privatkopie skeptisch gegenüber. Die analoge Kopie dagegen soll auch zukünftig möglich sein.

Fazit: Knast oder Kulanz

Ginge es nach CDU und FDP, hätten bald nicht nur die Film- und Musikverkäufer vom Pausenhof nichts mehr zu lachen, sondern auch solche Filesharer, die nur gelegentlich illegale Inhalte zum Privatvergnügen ziehen. Für SPD, Grüne und Linkspartei sind hauptsächlich die Anbieter illegaler Inhalte die bösen Buben. Dabei zeigen sich die Grünen am offensten gegenüber dem einfachen Sauger. Frei nach dem Motto: Blockbuster und Britpop-Album gehören gekauft, einzelne Titel dürfen gelegentlich heruntergeladen werden.

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