Öffentliche Schlammschlacht geht weiter

AMD vs. Intel: AMD bekräftigt Vorwürfe gegen Intel

Die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich sehr langsam, und daher werden Streitigkeiten gerne schon einmal in aller Öffentlichkeit ausgetragen, bevor sich Justizia ihnen endgültig widmet. So ist es auch beim Rechtsstreit AMD gegen Intel: Während ein erster Gerichtstermin noch in weiter Ferne scheint, lassen die Kontrahenten vorab keine Gelegenheit aus, einander Vorwürfe zu machen.

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Nachdem Intel Ende vergangener Woche auf die von AMD beim US-Bezirksgericht in Delaware eingereichte kartellrechtliche Klage erstmals umfassend reagiert und AMD dabei unlauterer Machenschaften beschuldigt hat, schießt jetzt wieder der "ewige Zweite" zurück: In einer offiziellen Stellungnahme zeigt sich AMD von Intels Antwort unbeeindruckt und bekräftigt die Vorwürfe gegen den Branchenprimus.

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AMDs offizielle Stellungnahme:

"Intels Antwort ist nicht überraschend, bedenkt man, was sie zu verbergen suchen. Aber die Fakten, wonach ein illegaler Monopol-Missbrauch vorliegt, sind eindeutig und nicht zu leugnen", erklärte Thomas M. McCoy, AMDs Executive Vice President, Legal Affairs and Chief Administrative Officer.

Weiterhin verwies McCoy darauf, dass Intel bereits unter anderem ins Visier der japanischen Wettbewerbsbehörde FTC sowie der Europäischen Kommission geraten sei, was von AMD wiederum als Bestätigung der gegen Intel erhobenen Vorwürfe gesehen wird. Das unrechtmäßige Verhalten Intels zwinge "die Konsumenten, künstlich hochgehaltene Preise zu bezahlen und schränken die Wahlmöglichkeit ein, die besten am Markt verfügbaren Produkte zu erhalten."

AMD zeigt sich siegessicher

Ob man nun Intel oder AMD mehr Glauben schenkt, bleibt vorerst Ansichtssache. Eine offizielle Gerichtsentscheidung wird es wohl erst im kommenden Jahr geben. Dem blickt AMD jedoch siegessicher entgegen: "Wir freuen uns darauf, unsere Beweise vor der gesamten Industrie und vor aller Welt darzulegen. Wir werden die Wahrheit auf den Tisch bringen, damit das Gericht entscheiden kann", so Thomas M. McCoy.

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