Filesharing-Festplatten mit LAN-Anschluss im Test: Iomega, LaCie & Plextor
Plextor Professional Network HDD PX-EH25L
Selbst bei Verwendung der mitgelieferten Vibrationshemmer brummt die Schreibtischplatte bei eingeschalteter Festplatte fleißig mit. Wenn der Standfuß zum Tragen kommt, erfährt der unangenehme Nebeneffekt sogar noch eine Steigerung. Die LaCie Ethernet Disk mini gibt wie das Iomega Network Hard Drive ein störendes, hochfrequentes Geräusch von sich, das subjektiv jedoch etwas leiser ausfällt. Insgesamt wirkt das LaCie-Modell aber dennoch lauter, da sich zum Pfeifen noch ein hörbares Hintergrundrauschen und das eben erwähnte Brummgeräusch gesellt. Dank dieser Geräuschkulisse gerät das leichte Rattern beim Zugriff fast völlig ins Hintertreffen.
Die teuerste Netzwerk-Festplatte im Testfeld stammt von Plextor. Der vornehmlich für hochwertige, optische Laufwerke bekannte Hersteller hatte schon immer den Ruf, etwas teurer zu sein. Die Professional Network HDD PX-EH25L mit 250 Gigabyte kostet mindestens 300 Euro, die neue 400-Gigabyte-Variante PX-EH40L sogar noch einen Hunderter mehr. Rein äußerlich gelingt Plextor unserer Meinung nach der beste Wurf. Die PX-EH25L steckt in einem ansprechenden Gehäuse mit großen Aluminiumprofilen und schwarzen Rändern aus Kunststoff. Da sie bedeutend länger ausfällt als die beiden anderen Kontrahenten, vermittelt sie einen insgesamt schlankeren Eindruck.
Plextors Platte wird mit einem Netzteil, einer knappen Bedienungsanleitung in Papierform und einer sehr ausführlichen auf CD, sowie einem Netzteil nebst Kabel ausgeliefert. Im Gegensatz zu Mitbewerbern von Iomega und LaCie ist kein dreipoliger Stecker für ausländische Steckdosen vorhanden. Was zuerst wie eine Lakritzschnecke aussieht, entpuppt sich als sehr langes und extrem dünnes Netzwerkkabel, welches das LAN-Zubehör der Konkurrenz ganz schön alt aussehen lässt. Das Handbuch auf der CD ist zwar so bunt, dass uns fast die Augen schmerzen und leider komplett in Englisch gehalten, weiß aber auf nahezu jede Frage eine kompetente Antwort.
Filesharing-Festplatten im Vergleichstest
Iomega Network Hard Drive, LaCie Ethernet Disk mini und Plextor PX-EH25L
Iomega Network Hard Drive, LaCie Ethernet Disk mini und Plextor PX-EH25L
Einfache Einrichtung
Praktisch finden wir an der PX-EH25L, dass sie sowohl im Hochformat abgestellt als auch flach hingelegt werden kann. In beiden Fällen bleibt sie absolut standfest. Auf der Rückseite befinden sich neben dem Ein-Aus-Schalter und Netzwerkanschluss noch zwei USB-Anschlüsse. Diese dienen nicht etwa dazu, um die Festplatte direkt mit dem Computer zu verbinden, sondern um Drucker oder weitere externe Laufwerke anzuschließen. Das Auffinden der PX-EH25L im Windows-Netzwerk läuft so ab wie bei LaCies Ethernet Disk mini, nur dass der Suchbegriff diesmal "PX-EH" lautet. Bei der Konfiguration geht Plextor ebenfalls den Weg über den Internetbrowser, hier allerdings mit der Adresse "http://px-eh".
Multitalent: Netzwerkfestplatte, FTP- und Druck-Server in einem
Im Konfigurationsmenü der PX-EH25L werden wir von der Vielfalt an Einstellmöglichkeiten regelrecht erschlagen. Allein im "Expert Mode" zählen wir 20 Unterpunkte. Wie bei den anderen Testkandidaten können grundlegende Netzwerkmerkmale an IP-Adresse, Domäne, Arbeitsgruppe und DNS vorgenommen werden. Doch wo bei den anderen Festplatten schon Schluss ist, legt Plextor erst richtig los. Die PX-EH25L gestattet nicht bloß das Anlegen verschiedener Benutzerprofile sondern auch die Einrichtung ganzer Benutzergruppen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
Links zum Thema
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