Laptop für Geizgeile: Schnäppchen oder Billigware?
Asus A3L im Test: Was kann das 750-Euro-Notebook?
Benjamin Schnitzler
Ein mobiler Intel Celeron bietet zwar bei Weitem nicht die Leistungsreserven eines Pentium M, kommt in diesem Fall aber sowohl mit Videos, als auch mit alltäglichen Dingen wie Office-Software, laienhafter Bildbearbeitung und Internetsurfen bestens zurecht. Ein schnellerer Prozessor bringt im Grunde nur dann echte Vorteile, wenn es um Videoschnitt, Spiele oder andere, deutlich anspruchsvollere Aufgaben geht. Dass auf dem Asus A3L nur Spiele älteren Datums sowie weitgehend ressourcenschonende Titel ruckelfrei ablaufen, ist in erster Linie ein Verdienst von Intels lahmer Onboard-Grafik.
Geräuschentwicklung und Akkulaufzeit
In punkto Lärmbelästigung werden wir beim Asus A3L selbst nach intensiver Suche nicht fündig. Sogar bei geringer Umgebungslautstärke müssen wir das Ohr schon an das Gehäuse halten, um das leise Säuseln des Lüfters zu vernehmen - bei einer gemessenen Raumtemperatur von 27 Grad Celsius wohlgemerkt. Selbst bei aufwendigen Benchmarks bleibt die Geräuschkulisse niedrig. Das sollte allerdings nicht weiter verwundern, da Prozessor und Grafikchip nunmal zur genügsameren Sorte gehören.
Genügsam verhält sich das A3L leider auch in einem anderen Punkt, nämlich der Akkulaufzeit. Zur Ermittlung derselben versetzen wir das Notebook in den Stromsparmodus "Battery Saving", den uns das Asus-eigene Power4 Gear+ Utility anbietet. Ferner entscheiden wir uns für eine noch akzeptable Display-Helligkeit von 40 Prozent. Nach dem Abspielen einer Audio-CD und ein paar leichteren Arbeiten staunen wir nicht schlecht, als das Notebook sich bereits nach 1,5 Stunden in den Ruhezustand verabschiedet.
750-Euro-Notebook: Asus A3L
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Fazit: Ein echtes Schnäppchen
Dass geizgeile Discounter oder Großhandelsketten ihre Produkte als Schnäppchen anpreisen, ist keine Seltenheit, trifft aber nicht unbedingt zu. Im Falle des Asus A3L besteht für uns kein Zweifel, es mit einem echten Schnäppchen zu tun zu haben. Es bietet einen hervorragenden Kompromiss zwischen Preis und Leistung und leistet sich kaum nennenswerte Schwächen. Sicherlich gibt es schnellere, schönere und langatmigere Notebooks, aber für gerade mal 750 Euro dürften diese nur schwer zu finden sein.
Die wichtigsten Daten finden Sie auf der nächsten Seite.
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