Gizmo Project im Test: Chancenlos im Skype-Vergleich
Teurer als die Konkurrenz
Leider kann das Programm im Praxistest nicht überzeugen. Gespräche brachen oft ohne Grund ab, wenn sie denn überhaupt zu Stande kamen. Und auch die Sprachqualität kommt nicht an die von Skype heran, außerdem muss der Nutzer gelegentliche Aussetzer hinnehmen.
Dazu kommt noch, dass das Programm in der Windows-Verison vereinzelt abstürzte. Die Gründe dafür waren unklar und ließen sich auch nicht reproduzieren. Oft kamen auch Gespräche ins Festnetz einfach nicht zustande. Insgesamt macht das Telefonieren deutlich weniger Spaß als mit Skype - da helfen auch Voicemail, Weiterleitung und Mitschnitte nichts.
Auch die Preise können nicht mit denen von Skype mithalten: Anrufe ins deutsche Festnetz kosten 2,8 US-Cent pro Minute - bei Skype ist man mit 1,7 Euro-Cent dabei. Auf deutsche Handys werden sogar 27,1 US-Cent fällig. Nur Anrufe in die USA sind mit 1,8 US-Cent etwas genauso teuer wie bei Skype.

Das Gizmo-Konto muss per Kreditkarte aufgeladen werden. Wer möchte, kann für fünf US-Dollar eine Telefonnummer bekommen - allerdings nur eine amerikanische oder britische. Einziger Trost: Gizmo basiert auf SIP und kann deswegen einfach auf bestehender SIP-Hardware wie der Fritz!Box Fon installiert werden. SIP-Registrar ist hier proxy01.sipphone.com.
Klare Niederlage
Fazit: Gizmo muss sich Skype geschlagen geben. Die wenigen Vorteile können die fehlerhafte Software und die schlechte Sprachqualität nicht überdecken. Einziger Vorteil ist die SIP-Kompatibilität, aber selbst diese ist schlecht dokumentiert. Es gibt keinen Grund, von Skype auf Gizmo zu wechseln.
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