Mobile Lösung mit UMTS-Unterstützung ersetzt Hotspots
IFA: Schnelles Internet über DVB-T bei Teles (Update: Teles gibt auf)
Das Update finden Sie am Ende des Textes Über einen weiteren schnellen Internet-Zugang können sich vielleicht im nächsten Jahr die Bewohner von Ballungszentren freuen: Teles, ansonsten für skyDSL bekannt, plant einen Internet-Zugang über digitalen Rundfunk (DVB-T), der sich vor allem unterwegs nutzen lassen soll. Details und Preise sind noch nicht bekannt, und auch eine Zulassung fehlt Teles noch.
Inhaltsverzeichnis
- 1Zulassung steht noch aus
- 2Besser als WLAN-Hotspots
- 3Update: Teles gibt auf - "Überregulierung"
Rein technisch handelt es sich bei der Teles-Lösung um ein Zwei-Wege-System: Während der Download über DVB-T läuft, geschieht der Upload über UMTS oder GPRS. So sollen Bandbreiten von bis zu 16 MBit im Downstream möglich sein. Allerdings braucht der Nutzer deshalb nicht nur einen DVB-T-Empfänger, sondern auch eine UMTS-Karte. Außerdem muss er eine Software installieren, die UMTS und DVB-T koordiniert. Teles plant allerdings, Soft- und Hardware kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Zulassung steht noch aus
"Super Hot Spot" nennt Teles den geplanten Dienst, der auch auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin gezeigt werden soll. Allerdings fehlt es noch an einer Zulassung der zuständigen Landesmedienanstalten, die über die Vergabe der Kanäle von DVB-T wachen. Losgehen soll es im nächsten Jahr, wenn die Landesmedienanstalten zustimmen. Preise stehen noch nicht fest - wohl auch nicht zuletzt wegen der einzurechnenden UMTS-Gebühren.
Während skyDSL ein guter Notnagel für DSL-Verschmähte sein kann, richtet sich "Super Hot Spot" an Kunden in Ballungszentren - Teles hat konkret Geschäftskunden, besonders Außendienstler und Freiberufler im Auge, die unterwegs auf einen schnellen Internet-Zugang angewiesen sind. Auch Studenten nennt Teles als Zielgruppe - besonders teuer dürfte dann der Zugang aber nicht werden.
Besser als WLAN-Hotspots
"Super Hot Spot" ist offenbar keine Lösung für Zuhause, sondern wirklich ein großer Hotspot, der sich über eine ganze Stadt erstreckt. Ob es auch als Ersatz für den heimischen Internet-Zugang taugt, werden Preise und Leistung zeigen müssen. Aber in den Ballungsgebieten, in denen es DVB-T gibt, wäre Super Hot Spot allemal praktischer als die Zugänge über verschiedene WLAN-Hotspots.
Update: Teles gibt auf - "Überregulierung"
Mit dem Hinweis auf "völlig unabsehbare politische Rahmenbedingungen" gab Teles am Dienstag die Einstellung des Projekts bekannt. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hatte den Teles-Antrag auf einen eigenen DVB-T-Kanal abgelehnt, da es sich bei dem geplanten Dienst "nicht um Rundfunk" handele. Es bestehe allerdings die Möglichkeit, Frequenzen für andere Nutzungen freizugeben, wenn sie für den Rundfunk nicht gebraucht würden. Auf solche "mehrjährigen Hängepartien" könne sich ein Mittelstandsunternehmen wie die Teles AG nicht einlassen, polterte Teles-Boss Sigram Schindler bei der Bekanntgabe des Teles-Ausstiegs.

echt traurig das es wieder an der politik scheitert, ausgerechnet an denen die deutschland flächendeckend mit schnellen internetanschlüssen versorgen wollen! hier haben sie die möglichkeit es zu lösen, und zwar...
Schade, dass das eingestellt wurde und das wegen der Politik, die doch alle Haushalte mit DSL über LTE, etc versorgen will! Mein Anschluss ist langsam, UMTS-Empfang schlecht und SkyDsl teuer. Dabei ist ein...
Ich freu mich drauf wer brauch schon kabel in der Wohnung oder einen öffentlichen TV/Telefon Anbieter hast du DSL hast du Internet und Telefon in einem und Telekom und Vodafone können auf der strecke bleiben ich...