Devolos dLAN und die Netzwerk-Spiele
Erfahrungsbericht: Spielen über die Steckdose
Christian Rentrop
Netzwerke zuhause anlegen? Kein Problem mit den dLAN-Adaptern von Devolo. Wer allerdings glaubt, dieses Netzwerk wäre für Spiele geeignet, sei eines besseren belehrt: Welche Probleme es gibt und wie sie sich lösen lassen erklärt dieser Erfahrungbericht.
Spiele im Heimnetz
Spielen über das Heimnetz ist nach dem Online-Gaming sicherlich die faszinierendste und amüsanteste Methode, um Monster zu schlachten oder sich gegenseitig virtuell den Kopf zu amputieren. Normalerweise stehen die Rechner so dicht beieinander, dass die Aufregung des Gegenübers fühlbar ist, wenn ihm Orks oder Duke Nukem auf die Pelle rücken. Und das macht ja bekanntlich am meisten Spaß.
Normalerweise ist das auch kein Problem, sofern denn Netzwerk-Buchsen im Haus verlegt sind, die Kabel reichen oder das WLAN funktioniert. Schlecht wird es allerdings, wenn die Rechner derart weit entfernt stehen, dass weder WLAN, noch Netzwerk-Kabel mit der nötigen Reichweite zur Verfügung stehen. In solch einem Fall gibt es nur zwei Möglichkeiten: Lösung 1 ist die wohl unangenehmste, bedeutet sie doch, den möglicherweise völlig verstaubten Rechner inklusive Bildschirm durchs Haus zu schleppen - glücklich, wer da einen All-in-One-Rechner wie den iMac G5 besitzt oder ein Kompaktsystem, das auf dem Schreibtisch Platz findet, wie beispielsweise den Shuttle G5 8300M sein Eigen nennt.
Der Testaufbau
Die zweite Möglichkeit ist die Vernetzung mittels Devolo-Adaptern. Das ist simpel: Netzwerkkabel an den Rechner und in den dLAN-Adapter, dLAN-Adapter in die Steckdose und fertig ist das Heimnetz. Das funktioniert auch perfekt, wenn, ja wenn man nicht spielen möchte. Dafür sind die Adapter nämlich völlig ungeeignet. So ungeeignet, dass meist noch nicht einmal ein Spiel zustande kommt.
Testspiel waren Quake 3 Arena und Warcraft 3, im dLAN-Netzwerk zu Gast: Ein nicht ganz frischer PC mit einem AMD Duron mit 1,3 Gigahertz und zwei ebenfalls nicht mehr jugendliche Powerbooks von Apple mit G4-Prozessoren zu 1,25 Gigahertz. Insgesamt also ein Leistungspatt und weil diese Konfiguration für die beliebten Spieleklassiker Q3 und WC3 völlig ausreicht, wäre es normalerweise auch kein Problem gewesen. Natürlich hatte jeder einzelne Rechner seinen eigenen Devolo-Adapter.
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