Eizo FlexScan S1910 im Test: Spieletaugliches LCD für Anspruchsvolle
Sinnvoller Komfort
Um den Monitor mit einem schnellen Handgriff an wechselnde Einsatzbedingungen anpassen können, stellt FineContrast vier unterschiedliche Voreinstellungen bereit: "sRGB" für die Anzeige von Bildern auf Basis der Originalfarben, "Text" für Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogramme, "Picture" für Fotos und Bilder und "Movie" für bewegte Video- oder Spiele-Bilder.
Noch bequemer kommen wir mit dem ScreenManager Pro zu unseren gewünschten Einstellungen. Dort lässt sich unter anderem festlegen, welches Programm mit welcher Einstellung geladen werden soll. So kann der Picture-Modus beispielsweise mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop oder Gimp verknüpft werden. Es lassen sich sogar individuelle Benutzerprofile speichern und bei Bedarf wiederherstellen.
Wie beim Eizo L778 und L997 besteht auch beim S1910 die Möglichkeit, den Monitor zeitgesteuert ein- und auszuschalten sowie die Bedienelemente mit selbstgewählten Tasten oder -Kombinationen zu steuern. Benutzer mit löchrigem Gedächtnis können sich fünf Minuten vor dem Ausschalten von einer beliebigen Audio-Datei im avi-, mp3-, mid-, mpg- oder wav-Format warnen lassen.
Bildqualität
Zur Beurteilung der Bildqualität ziehen wir den Monitor Test von Nokia heran. Da wir keinen sichtbaren Unterschied zwischen dem analogen und digitalen Anschluss feststellen können, klemmen wir den Flachbildschirm an den DVI-Ausgang einer Grafikkarte mit ATIs Radeon X850 XT PE, eine Asus AX850XT Platinum für AGP. Für den späteren Spieletest lassen wird dem hochgezüchteten PVA-Panel mehrere Stunden Zeit zum Aufwärmen, die Mindestvorgabe beläuft sich allerdings nur eine halbe Stunde.
Erst dann können die trägen Flüssigkeitskristalle auf die richtige Betriebstemperatur kommen und der angegebenen Reaktionsgeschwindigkeit von 12 Millisekunden für verschiedene Tonwerte und 16 Millisekunden für den Schwarz-Weiß-Wechsel auch gerecht werden.
Gestochen scharfer Augenschmaus
Da der S1910 ein direkter Nachkomme des von uns hoch gelobten L778 ist, stellen wir natürlich dementsprechende hohe Ansprüche an dessen Darstellungsgüte. Und in der Tat sind wir von seiner Bildqualität mindestens ebenso begeistert. Satte, gleichmäßige Farben, gestochen scharfe Schriften und Bilder, ein enormer Detailreichtum sowie eine hohe, angenehme Helligkeit drängen selbst hochwertige Röhrenbildschirme gnadenlos vom Schreibtisch.
Links zum Thema
- Test: ViewSonic VP231wb
- Test: ViewSonic VX924
- Test: Iiyama ProLite E511S vs. E481S
- Test: Sony SDM-P234
- Test: NEC 1970GX
- Test: Eizo L778
- Test: NEC 2180UX
- Test: Eizo L997
- Test: Sony SDM-HS95P
- Test: Dell 2405FPW
- Test: Dell 2005FPW
