Stau im PC: Tipps gegen den Hitzetod

Wasserkühlung: Finger weg von Farbzusätzen

Was viele nicht wissen, ist, dass ein Korrosionsschutz nicht bloß die Korrosion von Metall verhindert, sondern gleichzeitig auch als eine Art Kammerjäger fungiert. Da die Schläuche einer Wasserkühlung aus organischen Kunststoffen bestehen, siedeln sich dort gerne Bakterien an. Direkt können sie den Wasserkühl-Komponenten zwar nichts anhaben, aber dafür indirekt. Denn wie jedes andere Lebewesen auf der Erde, muss auch dieses Kleinvieh seine Stoffwechselprodukte irgendwie loswerden.

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watercooling 1150710310Wenn diese sich dann auf den Kühlflächen ablagern, wird die Wärme nicht mehr so gut abgeleitet. Bei fehlendem oder unzureichendem Korrosionsschutz wird zudem das Metall angegriffen: mit dem Effekt, dass sich zu den Bakterien-Exkrementen dann zu allem Überfluss noch metallische Ablagerungen gesellen. Was auf den ersten Blick wie Kalk aussieht, ist dann in Wirklichkeit Aluminium-Oxid und -Hydroxid. Einer der größten Fehler, den der Besitzer eines wassergekühlten PCs machen kann, ist nicht vom Hersteller abgesegnete Zusätze zu verwenden.

korrosionsschutz 1150710310Besonders schlimm sind bunte Leuchtmittel. Da sie in der Regel mit organischen Salzen oder kochsalzhaltigen Lebensmittelfarben angereichert sind, hebeln sie den Korrosionsschutz einfach wieder aus. Als besonders aggressiv gelten UV-aktive, blaue Farbzusätze, die zwar cool aussehen, letztendlich aber das genaue Gegenteil bewirken. Der Korrosionsschutz sollte unter normalen Bedingungen alle zwei Jahre zusammen mit dem Kühlwasser gewechselt werden. Ferner ist es für eine optimale Kühlung wichtig, dass sich keine Luftblasen im Kreislauf befinden.

Vorsorge ist alles

sandra temp small 1150711077Dass der PC nicht direkter Sonnenstrahlung oder Heizungswärme ausgesetzt werden sollte, versteht sich leider nicht von selbst. Zum Beispiel kann die Auswahl an möglichen Aufstellorten in engen Studentenbuden oder Arbeitszimmern sehr beschränkt sein. An heißen Sommertagen kann es jedenfalls nie schaden, die Temperatur des eigenen Rechners im Auge zu behalten. Wer einen gelegentlichen Blick ins BIOS wirft oder dafür ein System-Werkzeug zu Rate zieht, befindet sich auf der sicheren Seite.

Bei Prozessoren, Grafikkarten und Festplatten sind die Grenzwerte von Modell zu Modell verschieden, in jedem Fall sollten sie deutlich unterschritten werden. Bei einer Mainboard-Temperatur von weniger als 60 Grad Celsius kann in der Regel nichts schiefgehen. Wer seinen PC leiser machen und nachträglich mit Dämmmatten auskleiden will, sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Temperatur um zehn bis 20 Prozent ansteigen kann. Wie bei allen Maßnahmen gegen den Hitzetod gilt auch hier: Vorsorge ist alles.

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