Dem Vampirblick auf der Spur
Digitalkamera-Technik: Der Blitz und die roten Augen
Tobias Heinze
Wer gerne auf Partys fotografiert, dem wird das Phänomen schon einmal begegnet sein: Ein Foto mit den besten Freunden wäre wirklich klasse für das Fotoalbum geeignet. Wenn doch bloß nicht diese leuchtend roten Augen die Freude am Bild vermiesen würden. Aktuelle Digitalkameras halten jede Menge Strategien für dieses Problem bereit. Wie man mit der Kamera rote Augen vermeidet, lesen Sie hier.
Egal ob analoges oder digitales Foto, die rot glühenden Augen machen aus jedem noch so freundlichen Menschen ein vampirähnliches Wesen. Das "Rote-Augen-Problem" ist vor allem eine Schwäche der Kompaktkameras. Um den Grund dafür zu verstehen, muss zunächst erklärt werden, wie rote Augen auf einem Foto überhaupt entstehen. Rote Augen findet man nur auf Fotos, bei denen ein Blitzlicht zum Einsatz kam. Der Blitz ist in der Regel nötig, wenn das Umgebungslicht nicht stark genug ist, um das Motiv ausreichend zu beleuchten. Die roten Augen entstehen, wenn das Blitzlicht von der Netzhaut des Auges reflektiert wird. Die Netzhaut befindet sich hinter der Pupille im Auge und ist stark durchblutet. Das erklärt die Farbe des Rote-Augen-Effekts.
Der Fluch der Kompaktkameras
Die Reflexion des Blitzlichts ist auf dem Bild aber nur zu sehen, wenn der Blitz nah am Objektiv der Kamera angebracht ist. Nur dann kann das von der Netzhaut reflektierte Blitzlicht auch wieder in das Objektiv einfallen. Der Blitz ist "achsengleich" mit der Optik der Kamera montiert, das heißt er befindet sich in unmittelbarer Nähe zur optischen Achse des Objektivs, wenn rote Augen auftreten. Der Blitz von Kompaktkameras ist konstruktionsgebunden fast immer in direkter Nähe zum Objektiv montiert. Schließlich soll die Kamera auch in die Hosentasche passen. Daher treten gerade bei den kompakten Kameramodellen häufig rote Augen auf.
Rote Augen verderben häufig die Freude am Bild
Vor allem bei Fotos in lichtschwachen Umgebungen (Kerzenlicht, Partybeleuchtung) zeigen sich die Augen rot. Der Grund dafür ist die Funktionsweise des menschlichen Auges: Die Pupille im Auge regelt den Lichteinfall. Sie kann weit geöffnet sein, dann fällt viel Licht ein, oder ist zum Beispiel bei grellem Sonnenschein stark verengt, um nur wenig Licht ins Auge zu lassen. Bei schwachem Umgebungslicht ist die Pupille des Menschen weit geöffnet, um möglichst viel Licht im Auge zu sammeln. Dadurch ist Sehen in der Dämmerung oder unter schlechten Lichtverhältnissen überhaupt möglich. Das Auge passt sich auf diese Art wechselnden Lichtverhältnissen an. Ist die Pupille weit geöffnet und es wird mit Blitz fotografiert, dann reflektiert die Netzhaut entsprechend mehr Licht. Der Rote-Augen-Effekt entsteht intensiver.
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Ich find den artikel coll gut weil das so mit den Augenteilen beschrieben ist!
Ich mein voll gut*g*
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