Weitere 286 Bittorrent-Nutzer im Visier der Industrie

Filesharing: MPAA nutzt Server-Logdateien für Klagen

Der Hollywood-Branchenverband MPAA hat am Donnerstag 286 weitere Klagen gegen Bittorrent-Nutzer eingerecht. Zur Beweissicherung griffen die Filmstudios dabei erstmals auch auf die Log-Dateien einiger Bittorrent-Webseiten zu.

Die Klagen wenden sich gegen Nutzer von Bittorrent-Communities, die unrechtmäßig Filme und TV-Serien ausgetauscht haben. Wie schon bei vorigen Klagewellen geht man erst einmal nur gegen Unbekannt vor. Die Identität der P2P-Sünder soll dann gerichtlich festgestellt werden.

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Gesammelte Daten für gesammelte Klagen

Neu an diesen Klagen ist allerdings das Einbeziehen der Server-Logdateien. Viele Bittorrent-Communities werten das Download-Verhalten ihrer Nutzer aus, um für einen fairen Austausch zu sorgen. So werden Teilnehmer, die nur Daten herunterladen und so gut wie gar nichts zu der Community beitragen, oft mit der Sperrung ihres Accounts bestraft.

Einige Bittorrent-Webseiten zeigen zudem, welche Nutzer gerade unter welcher IP-Adresse welche Datei herunterladen. Derartige Daten sind für die Filmindustrie bares Geld wert - schließlich sparen sie die umständliche Erstellung entsprechender Log-Dateien.

Möglicherweise ist die Filmindustrie jedoch auch durch beschlagnahmte Server an die jetzt genutzten Daten gekommen. In den vergangenen Monaten hat man zahlreichen Community-Betreiber durch gerichtlich und außergerichtlich zur Aufgabe gezwungen. Im Falle der Website Lokitorrent gingen dabei auch die Log-Dateien in den Besitz der MPAA über. Laut CNet soll es sich bei den jetzt verklagten P2P-Nutzern jedoch nicht um Lokitorrent-Mitglieder handeln.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.

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