Telefonieren als neue Einnahmequelle?

Google Talk: Kommt das GPhone?

Morgen steigt Google in den VoIP-Markt ein - das berichtet zumindest die Los Angeles Times in ihrer Online-Ausgabe. Eine ungenannte Person habe den Dienst gesehen. Angeblich soll der Dienst demnach seit einem Monat gestestet worden sein und morgen vorgestellt werden.

Google Talk: Kommt das GPhone?

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Frisches Geld für Google
  2. 2Werbeeinblendung in die Telefonate?
  3. 3*Hinweis

Gleichzeitig berichtet das Forum neowin.net, Google betreibe unter talk.google.com einen Jabber-Server - Basis für einen Instant-Message-Dienst in den sich auch VoIP integrieren ließe. Die Domain ist auch erreichbar, allerdings besteht eine Umleitung zu google.com/talk.

Frisches Geld für Google

Werbung

Zu allem Überfluss will Google sich per Aktienverkauf mal schnell vier Milliarden Dollar holen - das meldete zumindest die Ney York Times. Und vor zwei Wochen kam heraus, dass Skype zum Verkauf stehen könnte.

Es kommt also einiges zusammen, über das sich spekulieren ließe. Dass Google in den VoIP-Markt einsteigt, ist fast eindeutig. Fraglich ist nur das "wie": Es könnte ein Sprachchat sein, wie ihn auch Yahoo oder Apple mit iChat anbietet. Sinnvoller wäre es aber, das ganze noch mit dem Telefonnetz zu kombinieren - dazu gibt es bei Skype das nötige Fachwissen.

Werbeeinblendung in die Telefonate?

Mit Anrufen ins Festnetz ergäbe sich für Google eine neue Einnahmequelle - die einzige neben der Werbung. Und auch die erste, für die die Kunden zahlen müssten. Das ist vielleicht aber auch gar nicht schlecht - schließlich zahlen die Kunden für Google Mail*, indem die Mails ausgewertet werden und personalisierte Werbung geschaltet wird. Niemand wird wollen, dass seine Gespräche ausgewertet werden, um Werbung zu platzieren. Wir dürfen gespannt sein.

*Hinweis

Google Mail hieß anfangs GMail, so darf sich der Dienst aber nicht nennen, da die Markenrechte bei Daniel Giersch liegen. Vielen Dank für den freundlichen Hinweis von Herrn Rechtsanwalt Flick, der Herrn Giersch vertritt und uns auf den Fehler im Text aufmerksam gemacht hat. Natürlich respektieren wir die Marke G-Mail von Herrn Giersch und nennen GMail (also den Google Maildienst) deshalb Google Mail.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.

Links zum Thema