Hauptsache geschützt...
How-To: Virenschutz in Tauschbörsen
Filesharing-Netzwerke besitzen nicht nur eine scheinbar unerschöpfliche Menge an Videos, MP3s und allerlei anderes Zeug. Neben Fakes, also zerstörten oder unnützen Dateien, finden sich häufiger auch Viren in Kazaa, eDonkey und Co. Mit ein paar Handgriffen kann sich der Nutzer vor den Gefahren schützen - netzwelt.de zeigt Ihnen wie.
Inhaltsverzeichnis
- 1Spezielle Filesharing-Viren gegen Daten-Piraten
- 2Gar nicht erst auf der Festplatte
- 3Fazit
Noch ist unklar, wer die Viren in die Tauschbörsen einschleust. Einige Marktbeobachter vermuten, dass es Rechteinhaber wie die Musikindustrie oder Filmstudios sind. Diese sollen so die gehassten Filesharer zur Verzweiflung bringen und die Netzwerke sabotieren. Dafür spricht, dass sich in Tauschbörsen häufiger Viren tümmeln, die ganz speziell gegen Filesharer gerichtet zu sein scheinen.
Spezielle Filesharing-Viren gegen Daten-Piraten
"Magic Eightball Skin" ist so ein Kandidat. Als Skin sollte er Ende 2002 eigentlich das Aussehen des Kazaa Media Desktops ändern. Tatsächlich löschte er nach dem Aufruf aber alle MP3s auf der Festplatte. Der Virus funktioniert zwar nur unter Windows XP, dennoch dürfte er etliche Opfer um eine komplette Musik-Sammlung gebracht haben. Auch wenn das Prinzip mittlerweile einige Jahre alt ist, gibt es immer noch Viren, die ähnlich arbeiten. Beispiel eDonkey-Netzwerk: Hier wütet seit einigen Monaten der Wurm Nopir-B, der nicht nur die MP3s sondern auch gleich die ganzen COM-Dateien löscht.
Eightball war Ende 2002 nicht der einzige Virus im Kazaa-Netzwerk. Deswegen reagierte der Netz-Betreiber Sharman Networks schnell auf die aufkeimende Virenflut. Zusammen mit BullGuard, einem Virenspezialisten aus London, bietet Kazaa einen integrierten Virenschutz im Filesharing-Client an (seit Version 2.1.1). Damit hat der P2P-Entwickler seine Kunden beruhigt. Einen generellen Virenschutz in Tauschbörsen kann er dennoch nicht garantieren. BullGuard scannt nämlich einfach nur die Dateien im Shared Folder. Eine vernünftige Virenprüfung kann nur dann erfolgen, wenn die Dateien immer up to date sind und der Scanner aktiviert ist. Zudem müssen die heruntergeladenen Dateien auch oft genug gescannt und dann eventuell gelöscht werden.

Emails sind das Blut in den Adern des Internets. Ohne sie wäre der moderne Geschäftsverkehr nahezu undenkbar. Und wie das bei Körperflüssigkeiten so üblich ist, eignet sich das Medium Email hervorragend zur Übertragung von Viren. Durch ihre hohe Geschwindigkeit und die unbegrenzten Verbreitungskapazitäten können sie vom Lebensspender zum Lebensvernichter werden.
Auch in den USA besteht ein Anspruch auf Privatkopien von selbst gekauften Audio-CDs. Wie ein aktueller Gerichtsfall allerdings zeigt, findet sich die Musikindustrie nur zähneknirschend mit diesem Gesetz ab. Anwälte des US-Verbandes der Musikindustrie (RIAA) haben ein Ehepaar angeklagt, das Audio-CDs in MP3-Files umgewandelt hat. Die Advokaten haben dabei jedoch in erster Linie Filesharing im Visier.
Viele Anti-Viren-Programme bieten nicht ausreichend Schutz vor Schädlingen. In einem Test der Stiftung Warentest erhielten nur vier Anwendungen die Note "gut".




