Grob- und Feintuning für Anfänger und Fortgeschrittene
Tutorial: Azureus zum Rennen bringen
Alexandra Sorge
Maximaler globaler Upload, er beschreibt die Gesamtkapazität, mit der andere Leute bei einem selbst Daten herunterladen können. Sie darf nicht zu gering sein, da sonst der Peer mit den Daten knausert - außerdem bedeutet Filesharing geben und nehmen. Er sollte aber auf jeden Fall unter dem liegen, was die Internetverbindung hergibt. Einerseits bleiben so Ressourcen für die Kommunikation zum Tracker. Andererseits haben wir die Erfahrung gemacht, dass anscheinend einige Provider den Download drosseln, sobald der Upload einen zu hohen Wert erreicht. Die Einstellung werden in Kilobyte angegeben (siehe Tabelle).
Azureus empfiehlt pro laufendem Torrent einen Upload von fünf Kilobyte pro Sekunde. Der User-Guide rechnet mit zwei kB/s pro Upload - bei vier Upload-Verbindungen pro Torrent und drei Downloads in der Liste wäre das ein maximaler globaler Upload von: 2 * 4 * 3 = 24 kB/s - vier kB/s pro Upload seien angeblich besser - konnten wir im Test allerdings nicht bestätigen. Es funktionierte hervorragend mit 24 bis 36 kB/s maximalem globalen Upload, zwei oder vier maximalen Uploadverbindungen pro Torrent und drei laufenden Downloads. Für gute Downloadraten sollten auch nicht zu viele Torrents aktiv sein. Zwei bis fünf Stück sind empfehlenswert. Das Häkchen bei "Erlaube mehrere Verbindungen von ein und derselben IP" setzen - standardmäßig sollte die Option bereits aktiviert sein.
Bei jedem Torrent lässt sich die Anzahl der Upload-Verbindungen, sowie maximale Up- und Downloadgeschwindigkeit nochmal separat justieren. Rechtsklick auf das Torrent und "Zeige Details". Unter "Allgemein" können die Werte geändert werden. Das bietet sich an, wenn gezielt ein Torrent mehr Upload-Verbindungen oder mehr maximalen Upload haben soll - je höher er dort eingestellt wird, desto mehr klaut er aber auch den anderen Torrents, bei denen dann die Downloadraten wieder sinken.
Beim Datenverkehr werden bekanntlich Datenpakete ausgetauscht. Ihre Größe variiert je nach Art der Verbindung beziehungsweise des Internet-Protokoll. Der Datenfluss verläuft reibungsloser, wenn die Provider, Router, PC und Client die gleiche Paketgröße nutzen. Bei einigen Routern lässt sich das separat einstellen, viele erkennen sie automatisch. Bei Azureus findet sich die Einstellung unter Tools->Konfiguration->Server->weitere Netzwerkeinstellungen. Sie ist für DSL-Nutzer eingestellt. Wer eine PPPoE Breitband- oder eine Dial-Up (ISDN/Modem) Verbindung hat, sollte den Wert für die Maximum Transfer Unit (MTU) auf 1492, beziehungsweise 576 stellen.
Ob die Einstellungen in Ordnung sind - zum Ausprobieren empfiehlt sich ein Linux-Torrent. Im Test reizte der Torrent von dyne:boliceine GNU/LINUX Live-CD von den Linuxservern, die Bandbreite stetig komplett aus. Die Datei liegt auf einen Server mit sehr hohem Upload - deshalb sind in diesem Fall auch nicht viele Seeds (siehe Seite vier) nötig.
| Maximale Up- und Downloadraten - voller Upload bremst Azureus | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| DSL-Typ | DSL* 786 | DSL* 1000 | DSL* 2000 | DSL* 3000 | DSL* 4000 | DSL* 6000 |
| Max Down in KiloBYTE | 96 | 128 | 256 | 384 | 512 | 752 |
| Max Up in KiloBYTE/s | 16 | 16 | 24 | 48 | 56 | 72 |
*hier handelt es sich um Richtwerte, sie können von Provider zu Provider variieren!
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