Apple schreitet ein

Mac OS X auf PCs: Apple tritt in Aktion

Es war abzusehen, dass Apple sich die Hacker-Aktivitäten der letzten Tage nicht lange bieten lässt. Hacker hatten Mittel und Wege gefunden, Mac OS X auf normalen PCs ans Laufen zu bekommen. Das Brisante dabei: Es wurde nicht die Intel-Developer-Version gehackt, sondern ein ganz normales OS X. Jetzt ist Apple eingeschritten.

Trocken die Links gelöscht

Wer die Website MacBidouille dieser Tage besucht, um sich die Hacking-Anleitungen für Mac OS X auf Intel-PCs herunterzuladen, wird enttäuscht werden: MacBidouille und auch das englischsprachige Hardmac.com, das eine englische Übersetzung der Texte bereithielt, mussten ihre Inhalte auf Druck von Apple von ihren Seiten entfernen, die Links laufen ins Leere, genauer gesagt auf eine Website, auf der nur ein trockenes "LINKS DELETED UPON APPLE LEGAL’S REQUEST" zu finden ist. Auch Downloads wurden entfernt.

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Der Grund für Apples rasches Einschreiten ist klar, haben die Hacker doch jede Form des Urheberrechts umgangen, um die Mac OS X-Version mittels Darwin für Intel auf PCs zum Laufen zu bringen. Allerdings könnte das schnelle Einschreiten Apples auch noch andere Gründe haben, hatte die Firma bisherige Versuche ähnlicher Art doch eher lächelnd aus dem Hintergrund beobachtet. Das kann nur bedeuten, dass die Hacker sich offensichtlich eines Weges bemächtigt haben, der Apple verstört. Möglicherweise ist Apple aber auch eingeschritten, weil die aktuellen Hacks im Vergleich zu bisherigen Varianten besonders gut auf PCs liefen, schneller als auf manchem Mac.

Informationsvernichtung á la Apple

Dennoch: Der Hack war für Durchschnitts-User nur schwer nachzustellen, die Gefahr ging eher von den Hackern aus, die sich munter OS X auf ihren PCs installierten. Allerdings sind Hacker immer nur die Vorstufe, irgendwann wäre sicher auch eine gehackte Installations-CD im Web aufgetaucht. Und dann wäre es für Apple eng geworden, ist doch ein leicht installierbares OS X für PCs der Garant dafür, dass Apple wesentlich weniger Hardware absetzt. Das ist auch der Grund, warum Apple beim Intel-Umstieg so rigide darauf achtet, dass die Macs technisch so verschieden von PCs sind, dass Mac OS X auf normalen PCs den Dienst verweigert.

Die Hacker von MacBidouille jedenfalls mussten sich dem Druck Apples allerdings beugen. Vermutlich um den Hersteller nicht unnötig zu verärgern. Der geht nämlich besonders aggressiv gegen Hacker, Gerüchteseiten und Konkurrenten vor und scheut nicht davor zurück, auch minderjährige Gerüchteschreiber vor Gericht zu zerren.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

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