Erste Modelle mit "Perpendicular Recording" ausgeliefert
Festplatten: Toshibas Festplatten speichern jetzt vertikal
Toshiba hat jetzt mit der Auslieferung von kleinen 1,8-Zoll-Festplatten mit "Perpendicular Recording" begonnen. Der Elektronikriese ist damit nach eigenen Angaben der erste Hersteller, der Datenspeicher mit der neuen Aufzeichnungstechnologie zur Verfügung stellt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Flotte Festplatten für iPod & Co.
- 2Vertikale Datenspeicherung - "Perpendicular Recording"
- 3Hitachi hält Rekord - Weitere Produkte in Planung
Die MK4007GAL fasst ingesamt 40 Gigabyte, was in etwa 10.000 Songs oder 25.000 Fotos entspricht. Dank der hohen Datendichte von 133 Gigabit pro Quadratzoll kommt das Laufwerk dabei mit nur einer Scheibe aus. Ein Modell mit zwei Scheiben und entsprechend doppelter Speicherkapazität soll mit der MK8007GAH im Herbst folgen.
Flotte Festplatten für iPod & Co.
Beide Festplatten arbeiten mit einer Geschwindigkeit von 4.200 Umdrehungen pro Minute; die mittlere Zugriffszeit liegt bei 15 Millisekunden. Mit Abmessungen von 5,4 x 7,9 x 0,8 Zentimetern sind die Laufwerke kaum größer als eine Streichholzschachtel und mit einem Gewicht von nur 51 Gramm (MK4007GAL) beziehungsweise 62 Gramm (MK8007GAH) zudem sehr leicht.
Als mögliche Einsatzgebiete für die neuen Mini-Festplatten sieht Toshiba mobile Audioplayer wie den hauseigenen "Gigabeat F41" oder auch Apples iPod. Mit den Laufwerken könnten kleinere und leichtere Geräte angeboten oder aber auch der Akku vergrößert werden, um eine längere Laufzeit zu erzielen.
Vertikale Datenspeicherung - "Perpendicular Recording"
Basis der neu vorgestellten Festplatten ist das so genannte "Perpendicular Recording". Im Gegensatz zum bisher üblichen "Longitudinal Recording", bei dem die Daten in horizontaler Ausrichtung gespeichert werden, sind die Daten hier vertikal angeordnet.
Um das Prinzip der beiden Aufzeichnungstechnologien bildlich zu verdeutlichen, bietet sich an, die Datenpakete als Dominosteine zu sehen: Beim "Longitudinal Recording" werden sie flach liegend aneinandergereiht, was deutlich mehr Platz verbraucht als sie - wie beim "Perpendicular Recording" - aufrecht stehend nebeneinander zu platzieren. Somit können mit der neuen Speichertechnologie mehr Daten auf kleinerem Raum gespeichert werden.
Hitachi hält Rekord - Weitere Produkte in Planung
Den bisherigen Rekord in der mit "Perpendicular Recording" erreichten Datendichte hält das japanische Unternehmen Hitachi, das im April dieses Jahres meldete, eine Datendichte von 230 Gigabit pro Zoll erreicht zu haben. Auch Hitachi will noch in diesem Jahr erste Festplatten mit der neuen Aufzeichnungstechnologie ausliefern.
Entsprechende Produkte wurden ebenfalls bereits von Seagate angekündigt. Toshiba plant zudem, neben den jetzt bereit gestellten 1,8-Zoll-Festplatten auch kleinere 0,85-Zoll-Platten mit "Perpendicular Recording" auszustatten, die dann eine Kapazität von sechs bis acht Gigabyte erreichen sollen.

Hitachi hat nach eigenen Angaben den weltweit kleinsten Schreib-/Lesekopf für Festplatten entwickelt, der sich buchstäblich nur unter dem Mikroskop erkennen lässt. Mit einem Durchmesser zwischen 30 und 50 Nanometer ist die Einheit zweitausend Mal dünner als ein menschliches Haar. Mit dieser Entwicklung will der Hersteller die Kapazität seiner Laufwerke drastisch erhöhen.
Nach Hitachi, Seagate und WD hat nun auch Samsung eine Ein-Terabyte-Festplatte im Produktportfolio. Den gegenüber der Konkurrenz späteren Erscheinungstermin will das Laufwerk durch einen höheren Datendurchsatz wettmachen. Dafür sorgt laut Hersteller eine unerreicht hohe Speicherdichte, wodurch das Samsung-Modell mit lediglich drei Magnetscheiben auskommt.
Klein und kompakt sind fast alle Festplatten von Netbooks. Meistens haben sie auch noch genügend Speicherkapazität. Manchmal hapert es aber noch an den Zugriffszeiten, die hin und wieder dann doch ziemlich lang sind. Toshiba will das jetzt ändern und bringt deshalb eine neue Kleinst-Festplatte auf den Markt.
Ideal für Anwender, die Filme, Videos und andere Multimedia-Dateien speichern wollen: Seagate hat die erste Desktop-Festplatte mit 1,5 Terabyte Kapazität angekündigt, die Barracuda 7200.1. Die Platte arbeitet mit der Speichertechnik Perpendicular Magnetic Recording (PMR). Dabei werden die Bits senkrecht zur Rotationsrichtung abgelegt, was zu einer wesentlich höheren Datendichte führt.




