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18.08.2005
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Drayteks neuer Vigor gefällt nicht nur optisch

Viel Router, wenig VoIP: Der Vigor 2200VG im Test

Netzwerk

Wer den Hörer des an den 2200VG angeschossenen Telefons abhebt, erhält nur etwa fünf Sekunden lang ein Freizeichen - danach macht der Vigor die Leitung wieder dicht. Heißt also entweder schnell loswählen, oder erst die Nummer wählen, dann abheben. Draytek weist auch gleich auf die sinnvolle Raute (#) am Ende der Nummer hin, dann entfällt die VoIP-typische Pause nach dem Wählen. Eine interne Lautstärkeregelung für Voice-over-IP besitzt der Vigor ebenfalls.

Abgehende Gespräche laufen einwandfrei, die eigene Rufnummer überträgt der Vigor auch. Eingehende Festnetztelefonate verursachen jedoch eine Rückkopplung im eigenen Telefon - die ist ähnlich laut wie an der alten Fritz!Box Fon. Für eine kurze Terminabsprache mag das tragbar sein - nicht aber für eine längere Diskussion oder ähnliches - hier stört die Rückkopplung durchaus. Die Rufnummer des Anrufers kann das Sinus-Telefon am Vigor leider nicht anzeigen, das Tarsis C unterstützt die Funktion sowieso nicht.

Eingeschränkte Kurzwahlfunktion

Ansonsten ist die Qualität der VoIP-Gespräche gut: Auch bei Down- oder Uploads greifen die Quality-of-Service-Maßnahmen des Vigors. Der Kurzwahlspeicher lässt allerdings einen Wunsch offen, denn bisher kann er nur VoIP-Nummern speichern. Festnetznummern können zwar auch eingegeben werden, jedoch nur im LifeLine-Feld - ein Gespräch ins Festnetz kann also per Kurzwahl ausschließlich über das Festnetz, nicht über das SIP-Protokoll vermittelt werden. Möchte man eine Festnetz-Nummer via Voice-over-IP anrufen, muss man also weiterhin selber wählen.

Vigor 2200VG

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Ist der VoIP-Dienst verhindert, bietet der Vigor die Möglichkeit, eine alternative Festnetzrufnummer anzuwählen. Das ist für jeden Kurzwahleintrag separat einstellbar - so kann man die Kosten grob überblicken. Eine Festnetz-LED am Gehäuse könnte den Überblick aber noch verbessern. Wer von vorne herein über das Festnetz telefonieren will, wählt das Kürzel #0 vor.

LifeLine oder DeadLine?

Im Test funktionierte das jedoch nicht: An einer analogen ISDN-Nebenstellenanlage ließ der Vigor nicht mit sich arbeiten. Auch bei ausgeschaltetem Gerät war das Telefon nicht erreichbar, gerade das müsste die Notfallfunktion aber ermöglichen. Mit diesem Problem steht der 2200VG aber nicht alleine da: Auch die Fritz!Box Fon lässt bei einem Stromausfall keine Telefonsignale durch - da hilft nur noch umstöpseln.


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