Drayteks neuer Vigor gefällt nicht nur optisch
Viel Router, wenig VoIP: Der Vigor 2200VG im Test
Christian Grohmann
Lieber der WLAN-Router mit Telefonfunktion oder die internetfähige Telefonanlage? Wem der ausgeklügelte Router wichtiger ist als vielfältige Telefoniererei, sollte mit dem Vigor 2200VG von Draytek voll auf seine Kosten kommen. Und auf die günstige Internettelefonie braucht man trotzdem nicht verzichten.
Der Vigor 2200VG ist nicht der erste Router, den der aus Taiwan stammende Hersteller auf den Markt entlässt. Wohl aber der erste, den das netzwelt-Team testen durfte. Zu diesem "Ereignis" präsentiert Draytek den jüngsten Vigor-Spross in ganz neuer Schale: Ein silbergraues Gehäuse im Wellen-Design ersetzt die alte Schachtel in Telefon-Modem-Optik. Mit 140 bis 170 Euro fällt der 2200VG in die mittlere Preisklasse.
Wohl durchdachtes Konzept
Nicht nur die Form des 2200VG gefällt: Die schmal zulaufende Front zieren neun Leuchtdioden, die den Betriebszustand des Routers signalisieren. Die an der Unterseite befindlichen Schlitze für die Wandhalterung lassen eine Befestigung in jede beliebige Richtung zu - man rufe sich hier nur die Fritz!Box Fon WLAN ins Gedächtnis, deren Antenne gezwungenermaßen nach unten zeigen muss. Damit der 2200VG immer beste Funk-Reichweiten erzielt, lässt sich seine Antenne außerdem abschrauben und durch eine bessere Anlage ersetzen.
Vigor 2200VG
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Auf der Rückseite des 2200VG sind vier Ethernet-Ports für das lokale Netzwerk und ein Anschluss für DSL- oder Kabelmodem vorhanden; über ein integriertes Modem verfügt der Vigor nicht. Neben Antennenanschluss, Reset-Knopf und Kippschalter für die Stromversorgung sind auch zwei RJ11-Anschlüsse mit von der Partie: Der eine versorgt ein analoges Telefon mit Festnetz- oder VoIP-Signalen, der andere nennt sich "LifeLine" und stellt die Backup-Verbindung zum Telefonnetz oder einer ISDN-TK-Anlage mit analogen Nebenstellen her.
Lieferumfang und Dokumentation
Dem Vigor 2200VG liegt je ein LAN- und ein DSL-Kabel bei. Ein Telefon-Adapter von RJ11 auf F-Stecker sowie ein schmales Netzteil sind auch mit von der Partie. Eine 30-seitige Kurzanleitung in englischer Sprache sowie zwei CDs mit Tools und Handbuch in deutsch und englisch runden den Lieferumfang bestens ab; denn an der Dokumentation ist fast nichts auszusetzen.
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