Test: Microsoft Remote Keyboard - Zuchtmaschine für Couch Potatoes
Intuitive Bedienung
Notebook-Feeling für die Finger
Für den Sofa-Test des Remote Keyboards verwenden wir einen der ersten Mini-PCs für die Windows XP Media Center Edition, den bereits von uns getesteten Shuttle G5 8300M. Ein Notebook mit Infrarot-Empfänger, aber herkömmlichem Windows XP - hier ein Asus W3400V - wollte die Multimedia-Tastatur partout nicht anerkennen. Wie erwartet, wird die Tastur beim Systemstart des Media-Center-PCs nicht gleich erkannt, weshalb wir vorerst mit einer USB-Tastatur Vorlieb nehmen müssen.
Nach dem Installieren des essentiellen Updates entfällt die Fehlermeldung "Keyboard Error" beim Systemstart. Dann verhält sich das Remote Keyboard endlich wie eine richtige Tastatur, mit der auch getippt werden kann. Dabei fallen sowohl der Druckpunkt der Tasten, als auch das Notebook-artige Gefühl beim Anschlagen angenehm auf. Das Anschlagsgeräusch ist lauter als bei einem Notebook, aber deutlich leiser als bei einer handelsüblichen Standard-Tastatur.
Auf den Oberschenkeln fühlt sich das Remote Keyboard am wohlsten. In dieser Position bleibt die gute Bedienbarkeit vollkommen erhalten, die Multimedia-Tasten lassen sich dabei sogar noch intuitiver handhaben. Denn die Hände ruhen komfortabel auf knopflosen Flächen am unteren Rand, während die Finger schnell zu den wichtigsten Wiedergabe-Funktionen gelangen. Wer zugunsten der Atmosphäre das Licht dämmt, findet sich dennoch zurecht, da jeder Tastendruck von rotem Hintergrundlicht begleitet wird.
Das Schreiben vom Schoß aus gestaltet sich kaum schwerer, obwohl es auf dem Schreibtisch immer noch am besten funktioniert. Dort vermissen wir allerdings eine ergonomisch wertvolle Handballenauflage und ausklappbare Standfüße. Zudem stören die erhöhten Seitenteile in manchen Eingabe-Situationen. Beim Abspielen von Musik- und Video-Dateien über das Windows Media Center sind wir jedoch schon mit den gut erreichbaren Medientasten bestens bedient.
