T-Online und freenet verlieren, 1&1 und Arcor gewinnen

Wachablösung: DSL-Markt im Umbruch?

Mitten ins Sommerloch fallen immer die Quartalszahlen für das zweite Quartal. Oft sind sie einfach nur langweilig gewesen, in diesem Sommer aber lassen sie tief blicken: T-Online ist unter Druck, freenet verliert den Anschluss, Arcor sahnt ab.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nur ein Ausrutscher?
  2. 2Gute Position für Arcor
  3. 3freenet verloren?
  4. 4Wo soll das noch hinführen?

T-Online will die Hälfte aller DSL-Neukunden unter Vertrag nehmen - dieses Ziel hat T-Online deutlich verfehlt. Denn sogar zwei andere Provider haben es geschafft, mehr Kunden zu gewinnen. T-Online schloss 180.000 Neukunden an, Arcor und United Internet lagen bei 200.000 bzw. 190.000.

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Nur ein Ausrutscher?

Allerdings dürfte das laufende Quartal wieder besser ausfallen als das zweite, denn seit Anfang Juli bietet T-Online wieder einigermaßen wettberwerbsfähige Preise - im zweiten Quartal war das nicht der Fall. So konnte T-Online im Juli nach eigenen Angaben 110.000 Neukunden begrüßen - wohl nicht zuletzt wegen der Jubiläumsaktion. Allerdings ist immer noch fraglich, ob T-Online in Zukunft die Hälfte aller Neukunden wird an Land ziehen können.

Gut steht allerdings Arcor da. Die Vodafone-Tochter konnte mit 200.000 Verträgen die meisten Neukunden für sich gewinnen. Neben den attraktiven Preisen lockt die Kunden wohl die Unabhängigkeit von der deutschen Telekom. Mit der steigenden Kundenzahl stieg allerdings auch die Zahl der Beschwerden über Arcor - offensichtlich bewegt sich Arcor an der Grenze des maximalen Wachstums.

Gute Position für Arcor

Mit dem aktuellen Kurs - technische Augehöhe mit der Telekom und günstigere Preise - wird Arcor weiter gut mithalten können. Vor allem im Service wird sich allerdings einiges tun müssen, davon werden auch Bestandskunden profitieren können.

Fast genauso gut hat United Internet mit den Marken 1&1 und GMX abgeschnitten. Knapp 200.000 Kunden sollen bei den beiden Firmen im zweiten Quartal unterschrieben haben. Allerdings schmälerte der Preiskampf die Gewinne, und auf längere Sicht muss United Internet nicht nur die Kunden, sondern auch die Investoren befriedigen.