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12.08.2005
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Apple wird es nicht lustig finden

Hacker-Entdeckung: Mac OS X läuft auf normalen PCs

Komplettsysteme

Der Intel-Umstieg ist eine Chance und eine große Gefahr für Apple. Einerseits bekommen die Apple-Rechner ab 2006 ein Intel-Herz eingepflanzt und holen damit erstmals seit Jahren leistungsmässig die PC-Welt ein. Andererseits besteht die Gefahr, dass Mac OS X sich auf Standard-PCs installieren lässt. Das würde die Mac-Verkäufe in den Keller reissen. Und genau das ist jetzt passiert.

Schon kurz nach der Meldung, dass Apple künftig auf Intels x86er statt auf IBMs PowerPC setzen würde, kursierten Berichte, dass das Entwickler-OS X für Pentiums in Tauschbörsen aufgetaucht sei. Da war es dann nur noch eine Frage der Zeit, bis das Betriebssystem in Hacker-Hände gerät. In die Hände von Hardmac.com beispielsweise. Die Hacker haben das geschafft, was als unmöglich galt: Sie haben OS X auf handelsüblichen PCs installiert.

OS X für Intel und PCs kein Problem

Basis der Hacks war sowohl das Entwickler-, als auch das "echte" Mac OS X mit Open Darwin für Intel-Architekturen als Krücke. Dabei kamen drei Möglichkeiten heraus, ein Mac OS X zu installieren, ohne einen Mac zu besitzen. Das ist für Apple zur Zeit noch halb so schlimm, weil die aktuellen Intel- und PowerPC-Versionen von OS X noch über keinerlei Kopierschutz oder Hardware-Verdongelung verfügen. Das allerdings dürfte sich mit dem Erscheinen der ersten Intel-Macs schlagartig ändern - ob eine Installation auf handelsüblichen PCs dann weiterhin möglich ist, ist fraglich.

intelosx

  • Der Startvorgang: Apple-typisch.
  • Das Prozessor-Menü: Auf PowerPC nicht vorhanden.
  • Der Beweis: Der Rechner arbeitet mit einem Darwin.
  • Die Hardware zeigt einen nicht ganz frischen Pentium M.
Mac OS X nativ auf Intel-PCs

Drei Wege also, ein OS X auf einen PC zu installieren. Der erste ist der wohl der einfachste mittels Emulator: Wahlweise über PearPC, einen Emulator, der einen Mac auf einem PC zur Verfügung stellt oder über VMWare, mit dessen Hilfe sich eine exakte Kopie des Intel-Mac-Systems auf einem PC installieren lässt. Die genaue Beschreibung der benötigten Hardware findet sich im Artikel auf Hardmac.com. Das Problem dieser Lösungen ist, dass sie extrem langsam arbeiten.

Native Installation: Problemlos trotz Umwegen

Es wäre also wesentlich sinnvoller, Mac OS X nativ auf einem PC zu installieren. Hierfür sind die Hacker gleich über zwei Möglichkeiten gestolpert: Möglichkeit eins ist die Installation des Entwickler-OS X für Intel-Macs auf einer exakten Kopie des Entwickler-Systems von Apple. Das allerdings ist mit zusätzlichen Hardware-Käufen verbunden, wird doch zumindest ein neues Board für den Pentium 4 sowie eine Quartz-Kompatible Grafikkarte benötigt.


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