P2P-Netz DirectConnect
DirectConnect: Nichts für P2P-Anfänger?
Ein Grund dafür können die Inhalte der zur Verfügung gestellten Daten sein. Das ist zum einen sinnvoll, da pädophilen oder rechtradikalen Inhalten so ein Riegel vorgeschoben werden kann (wovon meist auch konsequent Gebrauch gemacht wird). Laut diverser DirectConnect-Foren kommt es jedoch auch immer mal wieder vor, dass versehentlich "unbescholtene" Filesharer gesperrt werden. Da der Zugriff auf einen Server auch noch während dem Download gesperrt werden kann, ist solch ein Rauswurf sicherlich ärgerlich.
Ein weiterer Nachteil des Netzes ist die beschränkte Bandbreite der Server (Hubs). Auch hier haben die Administratoren ausgiebige Rechte, von denen auch Gebrauch gemacht wird. Laden bereits beispielsweise 500 User von dem Hub herunter, können sich keine weiteren Filesharer mit dem Server verbinden.
Trotz all dieser offensichtlichen Nachteile schwärmen viele (vor allem erfahrenere) DirectConnect-User von "ihrem" Netz. Die Vielfalt und Kontrolle der Inhalte (kein rechtsradikales oder pädophiles Material) und die intensive Nutzung des integrierten Chatsystems sind ihrer Meinung nach die größten Vorteile.
Fest steht: Für P2P-Anfänger ist DirectConnect nichts. Die geforderten Eintrittskarten (Datenmengen) um auf die Hubs zu kommen, sind gerade für Filesharing-Neulinge oft zu hoch. Auch zeigten sich die von uns getesteten DirectConnect-Clients als wenig einsteigerfreundlich. Zu viele Einstellungen mussten gemacht werden, zu viele Hürden mussten genommen werden, bis man den ersten Download starten konnte.
Wer die "Mühen" trotzdem auf sich nehmen will, bekommt sicherlich eine vielfältige und interessante Alternative zu eDonkey, BitTorrent und Co.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Filesharing hier.
