Abgestufte Preismodelle im iTunes Store
MP3-Downloads: Aus der Traum von 99-Cent-Song-Downloads?
Offenbar steht das Einheits-Preis-Modell vom iTunes Music Store auf der Kippe. Erste Gerüchte über das "Jahr-2006-Problem" tauchten mit Eröffnung des japanischen iTunes Music Stores Anfang August auf. Erstmals hatte Apple auf einen Einheits-Preis verzichtet und eine differenzierte Preisstruktur angeboten.
Nicht bestätigt, aber zumindest Nahrung für die Gerüchte, lieferte nun Dr. Thomas Hesse, President of Global Business bei Sony BMG im Rahmen der Kongressveranstaltung "Music 2.0 - 3rd Annual Digital Music Summit" in Kalifornien. Er äußerte sich über Preismodelle. Von der "Musikwoche" wird er so zitiert:
"Wir werden in der Onlinewelt künftig abgestufte Preismodelle erleben", sagte Hesse. Musik werde künftig "nach und nach über verschiedene Fenster erscheinen und dabei stärker ausdifferenziert sein als die 99-Cents-Downloads, die wir bislang kennen". Denkbar seien z.B. exklusive Download-Tracks bei iTunes, Klingeltöne von Singles, die auf CD noch nicht erschienen sind, oder Live-CDs, die in deutlichem Abstand zur Studioversion auf den Markt kommen.
Unterschiedliche Preise in Japan und das 2006-Problem
Anfang August startete Apple seinen iTunes Music Store in Japan und schaffte es binnen vier Tagen zum Marktführer im zweitgrößten Musikmarkt der Welt. Apple bietet seine Songs nicht für einen einheitlichen Preis an. Die Preise schwanken zwischen 150 und 200 Yen was 1,08 bis 1,45 Euro sind. Dennoch ist der Music Store schon der erfolgreichste Dienst auf der asiatischen Insel. Die Kunden interessiert wohl vielmehr der Service an sich als Preise.
Im nächsten Jahr stehen beim iTunes Music Store einige Neuverhandlungen über die Verwertungsrechte mit den Plattenfirmen ins Haus. Digital Music News spekuliert deshalb, dass die Preise im iTunes Music Store schon nächstes Jahr erhöht werden müssen. Das Internet-Magazin beruft sich dabei auf Japans Nikkei. Einigen Plattenlabels sind die Gewinnmargen mit den Apple-Songs zu niedrig. Für Apple könnte das ab 2006 höhere Preise bedeuten.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Musikdienst und Apple iTunes.
