Tutorial: Amiga-Spiele auf dem PC mit WinUAE
Blinkende Lämpchen und ein Hauch von Geek
Ebenso wichtig sind die Misc-Optionen. Hier findet sich alles, was in den restlichen Optionen-Menüs keinen Platz gefunden hat. Grundsätzlich kann vor jede Option ein Häkchen gemacht werden. "Middle Mouse Button -> ALT-TAB" bedeutet, dass die mittlere Maustaste sich in der Emulation wie die Tastenkombi "ALT-TAB" verhält. Sinnvoll, um die Emulation zu verlassen, falls der Amiga im Vollbild-Modus emuliert wird.
Eine wichtige Option ist auch die Emulation der Amiga-Statuslämpchen als "On-Screen-LEDs", oft der einzige Weg, um zu überprüfen, ob der Emulator arbeitet oder der emulierte Amiga abgestürzt ist. Die LEDs auf der PC-Tastatur lassen sich übrigens auch auf diese Weise Zweckentfremden. Per "Always on Top" wird verhindert, dass andere Applikationen sich über das Amiga-Fenster legen und per "Show GUI on Startup" lässt sich bei einem perfekt eingerichteten Amiga-Emulator die Optionen-Geschichte, die hier besprochen wird, komplett überspringen.
Zuguterletzt noch das "Priority"-Menü. Soll der Amiga stabil laufen, sollte er eine möglichst hohe Priorität bekommen, sprich: Von Windows viel Rechenzeit erhalten. "When active" setzt den Emulator im Vordergrund auf "Above Normal", wenn der Emulator im Hintergrund oder minimiert läuft, kann er getrost auf "Low" gesetzt werden. Sinnigerweise sollte die Emulation in beiden Fällen pausiert und der Sound-Output abgestellt werden.
Ein Paar Worte zum Schluss
Jetzt gilt es nur noch, die Konfiguration zu speichern. Wer jetzt unvorsichtig auf "Start" klickt, startet die Emulation, die sich nur durch einen Klick auf "ALT-TAB" wieder abbrechen lässt. Mit der F12-Taste lässt sich dann das Optionen-Menü wieder aufrufen, um beispielsweise eine Diskette zu wechseln. Um die Konfiguration zu speichern, muss zurück ins "Konfigurationsmenü" gegangen werden. Dort lässt sich die Konfiguration dann als neue Konfiguration speichern, der Einfachheit halber "Amiga 500". Fertig ist die Amiga-Emulation.
Ein paar Worte noch zur Einrichtung: Die Amiga-Emulation ist kein Kinderspiel. Je nach Rechner muss viel mit Try & Error gearbeitet werden, denn Hardware- und Software-Konfiguration sind auf jedem Rechner verschieden, was sich positiv oder negativ auf die Performance auswirken kann. So gibt es 800 Gigahertz-Rechner, die problemlos einen Amiga mit Sound emulieren, während der Emulator auf anderen PCs mit 2 Gigahertz zum Teil herbe Probleme machte. Dementsprechend gibt es auch keine Optimal-Konfiguration für den "perfekten Amiga", sonst würde die netzwelt-Redaktion sie an dieser Stelle zum Download anbieten. Ach ja: Mit einem Klick auf "Start" kann es dann endlich losgehen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Emulatoren hier.
Links zum Thema
- Competition Pro USB Joystick im Test
- Back2theRoots.org
- Cinemaware
- Factor 5
- Cloanto Amiga Forever
- WinUAE
- WinUAE: Den Amiga zum Leben erweckt
