Amiga-Emulator WinUAE richtig einrichten
Tutorial: Amiga-Spiele auf dem PC mit WinUAE
Der Amiga ist tot - Es lebe der Amiga! So oder ähnlich könnte man das Ansinnen bezeichnen, den Amiga auf dem PC zum Leben zu erwecken. Der Amiga-Emulator WinUAE hilft dabei. Dummerweise verliert sich der Anwender schnell in den zahlreichen Optionen. Dieses Tutorial hilft weiter.
Inhaltsverzeichnis
- 1Das waren noch Zeiten...
- 2Simpel: UAE-Installation
- 3Kein Kinderspiel: Amiga-Konfiguration
- 4Sinnvoll: Der Amiga 500
- 5Kleine Prozessorkunde
- 6Chipsatz-Fragen
- 7Technischer Frickelkram
- 8RAM- und ROM-Spielereien
- 9Ein Megabyte reicht völlig aus
- 10Disketten und Festplatten
Zuerst allerdings ein wenig Theorie: Der Amiga-Heimcomputer hatte in den 1980er Jahren bereits etwas, wozu moderne PCs erst langsam übergegangen sind, nämlich separate Chips für jede Anwendung. Neben dem Hauptprozessor, beim Amiga 500 zum Beispiel der gute, alte Motorola 68K, der auch in manchem Mac verbaut wurde, steckte zahlreiche Chips für Grafik und Sound im Rechner. Diese waren Teil der Architektur und entlasteten den Hauptprozessor maßgeblich.
Das waren noch Zeiten...
Genau das machte Amiga trotz verhältnismässig schwacher Performance auf dem Papier zu einem der leistungsstärksten Rechner seiner Zeit. Erst PCs der 386er-Klasse waren in der Lage, einem Amiga 500 in Sachen Spieletauglichkeit Paroli zu bieten, allerdings nicht ohne Abstriche. Dann kamen auch schon die 3D-Karten, mit dem Erfolg, dass viele Amiga-Klassiker niemals ihren Weg auf den PC fanden.
Mit dem Emulator WinUAE kann sich das schnell ändern: Das Programm ist in der Lage, auf modernen Rechnern einen Amiga zu simulieren. Die Wikipedia schreibt dazu: "Als Emulation wird in der Computertechnik das funktionelle Nachbilden eines Systems durch ein anderes bezeichnet." Der Emulator bildet also einen Amiga auf einem PC nach. Und das funktioniert sogar.
Simpel: UAE-Installation
Die Installation von WinUAE verläuft problemlos: Doppelklick auf die Installer-Datei, die vorgegebenen Optionen sind sinnvoll. Nach der Installation testet WinUAE kurz die Fähigkeiten von Grafikkarte und Display, danach erscheint ein Hilfetext. Die Verknüpfungen zum Emulator werden sauber in Windows eingebunden, nach der Installation finden sich Einträge im Startmenü und Verknüpfungen auf dem Desktop und in der Schnellstart-Leiste.
Ein Doppelklick startet den Emulator. Das Fenster, das sich öffnet, ist reich an Menüpunkten und Optionen. Hier den Durchblick zu behalten, fällt selbst Amiga-Kennern schwer, zumal der Amiga seinerzeit in diversen Konfigurationen ausgeliefert wurde.
