Mehr Video- als Audio-Dateien in P2P-Netzen

Filesharing: Was in Tauschbörsen getauscht wird

Ist MP3 wirklich das "Raubkopierer-Format" wie von der Musikindustrie behauptet? Und wieviel Prozent des Filesharing-Traffics verursachen eigentlich Filme? Mit diesen und mit anderen Fragen haben sich die Marktforscher von CacheLogic in einer Studie beschäftigt.

Während zu den Anfangszeiten von Filesharing fast nur Audio-Dateien im MP3-Format über das Netz getauscht wurden, finden sich heute weitaus mehr Videos in eDonkey, BitTorrent und Co wieder. Videodateien machen laut CacheLogic 61,44 Prozent des gesamten Datenvolumens in den vier großen P2P-Neztwerken aus. Lediglich 11,34 Prozent des Volumens entfallen auf Audiodateien wie MP3, WMA oder Ogg Vorbis. Andere Formate machen den Rest von 27,22 Prozent aus.

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BitTorrent für legales Filesharing

Für die Analyse haben die Spezialisten Terrabyte an Daten analysiert. Demnach machen MP3-Dateien immer noch zwei Drittel aller getauschten Audio-Dateien aus. Überraschend ist aber, dass 12,3 Prozent der Audio-Dateien im Ogg Vorbis Format getauscht werden. Diese stammen meist aus dem BitTorrent-Netzwerk. Der Rest müsste dann in WMA, Musepack oder verlustfreien Formaten vorliegen, immerhin noch über ein Fünftel der Audio-Dateien.

Die Videoformate von Microsoft machen 46 Prozent des weltweiten P2P-Traffics aus. CacheLogic hat auch bestätigt, dass BitTorrent mehr und mehr als legale Distributions-Alternative genutzt wird. In einem Artikel hatte netzwelt bereits ähnliches vermutet und Beispiele für legales Filesharing genannt.

In den nächsten Wochen wird CacheLogic diverse Studien über Filesharing veröffentlichen.

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