Spezial-Keyboard für Computerspieler
Zboard im Test: Gamer-Tastatur mit Persönlichkeitsspaltung
Benjamin Schnitzler
Mit jedem neuen Spiel kommen auch neue Befehle und Tastenbelegungen, an die sich Zocker erst einmal gewöhnen müssen. Auspacken, Installieren und Loslegen ist in den meisten Fällen gar nicht möglich. Oft führt kein Weg daran vorbei, die Standard-Steuerung den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen. Dass es dafür eine einfachere Lösung geben sollte, dachte sich das kanadische Unternehmen Ideazon und entwickelte das Zboard. Dabei handelt es sich um eine besondere Tastatur, deren Layout sich speziell an verspielte Zeitgenossen richtet.
Um sie einem Spiel anzupassen, genügt ein simpler Mausklick. Im Grunde handelt es sich beim Zboard um zwei Tastaturen in einer. Für etwa 50 Euro erhält der Käufer zwei austauschbare Tasten-Auflagen - eine zum Schreiben, eine zum Spielen. Zum Wechseln wird einfach ein Scharnier neben dem Nummernblock geöffnet. Dann kann die Auflage entnommen, platzsparend gefaltet und durch die andere ersetzt werden. Der ganze Tauschvorgang dauert nicht länger als ein paar Sekunden.
Zboard Gaming-Keyboard
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Gut aufgelegt für Battelfield 2, Doom III und World of Warcraft
Wer seine innige Beziehung zu Titeln wie Battlefield 2, Doom III, Everquest II, Medal of Honor oder World of Warcraft auch nach außen hin demonstrieren will, für den bietet Ideazon sogar "Limited Editon Game Keysets", die optisch dem preferierten Spiel nachempfunden sind. Leider bedeuten diese einen Aufpreis von etwa 25 Euro pro Stück. Für den horror-mäßig aufgezogenen 3D-Shooter Doom III sind beispielsweise die Tasten ganz in Rot gehalten und mit schwarzen Lettern in altmodisch angehauchter Schrift versehen.
Daneben entsprechen die Aktionsbezeichnungen ebenfalls denen des Spiels. Passend dazu tummeln sich die virtuellen Monströsitäten hier nicht etwa, wie im Spielverlauf üblich, in dunklen Ecken, sondern zwischen den Tasten. Derart stilecht können sich Zocker mit keiner anderen Tastatur auf dem Markt vergnügen. Damit auch die Tastenbelegung stimmt, muss vorher allerdings die mitgelieferte Software installiert werden.
Spielbereit auf Mausklick
Nach der Installation der Treiber sowie einen ungefragten Neustart später, präsentiert sich das Keyset-Setup auf dem Schirm. Die Software erkennt auf Anhieb, ob zuvor das Spiele- oder Standard-Layout eingelegt wurde. Im ersten Fall weicht der Großteil der eckigen Funktionstasten einem Arsenal runder Knöpfe. Die kantigen Buchstaben rücken ein Stück nach links und machen Platz für das "Spielfeld" des Zboards.
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