Die neue Referenz?

Test: Raptor-Gaming M2 - Präzise Gamer-Maus mit 2.400 dpi



08.08.2005 18:08 Uhr

Austauschbare Gewichte und eine Präzision von 2.400 dpi, verpackt in einer ergonomischen Hülle, zeichnen die Raptor-Gaming M2 aus. Die mattschwarze Maus wurde speziell für die Ansprüche von Zockern entwickelt, die nicht nur dabei, sondern auch auf der Siegerseite sein wollen. Gegen große Namen wie Razer Diamondback und Logitech MX 518 muss sie sich im netzwelt-Test behaupten. Ob sie wohl ganz vorne mitspielen kann?

Raptor-Gaming M2 mit 2.400 dpi Raptor-Gaming M2 mit 2.400 dpi

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Inhaltsverzeichnis
  2. 2Gewichtsveränderung in Sekunden
  3. 3Vier-Wege-Mausrad und Blinklicht
  4. 4Raserei auf Knopfdruck
  5. 5Handzahme Ergonomie
  6. 6Praxistest Spiele
  7. 7Die neue Referenz

Zweifellos sind die technischen Voraussetzungen dafür gegeben. Denn anders als die Konkurrenten mit 1.600 dpi, arbeitet ihr optischer Sensor mit satten 2.400 Punkten pro Zoll. Ein weitere Besonderheit des hochgenauen Spielgeräts besteht darin, dass sein Gewicht individuell angepasst werden kann. Diese Möglichkeit bot bis dato noch kein anderer Hersteller.

Inhaltsverzeichnis

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Gewichtsveränderung in Sekunden

Die Raptor-Gaming M2 kommt in einer schicken Blechkiste daher, welche sich prima für Kaffee oder Weihnachtsplätzchen weiterverwenden lässt. Neben der Maus gehören zwei kleine Metallplättchen sowie zwei Sets besonders rutschiger "Füßchen" zum Lieferumfang. Letztere kommen dann zum Einsatz, wenn die Gleitfähigkeit der bereits angeklebten Pads nachlässt. Weiterhin veranschaulicht eine kleinformatige Bedienungsanleitung die wichtigsten Installationsschritte. Im Auslieferungszustand bringt die M2 gerade mal 90 Gramm auf die Waage.

Wieviel die Maus nach dem Einsetzen des zehn oder 20 Gramm schweren Plättchens wiegen wird, kann sich jeder schnell zusammenreimen. Für dessen Einbau muss lediglich die Rückseite der Maus nach hinten geschoben und abgenommen werden. Dann wird je nach Bedarf das entsprechende Gewicht eingesetzt. Der ganze Vorgang dauert nicht länger als ein paar Sekunden. Bereits ohne die winzige Halteschraube hängen die Gewichte bombenfest in der Zwei-Punkt-Halterung.

Vier-Wege-Mausrad und Blinklicht

Nach dem Anschließen per USB wird die Gamer-Maus sogleich von Windows XP erkannt. Jede Bewegung wird vom gelben Blinken des durchsichtigen Knopfs begleitet. Im hellen Tageslicht wirkt sich dies jedoch keineswegs störend aus, da es meist von der eigenen Hand überdeckt wird. Doch der Daseinszweck der kleinen Taste besteht nicht allein darin, den Benutzer mit Blinklicht zu nerven. Vielmehr dient er dazu, die dpi-Zahl bedarfsgerecht zu regeln.

Raserei auf Knopfdruck

Bei 2.400 dpi kennt der Mauszeiger kein Halten mehr. Für den Desktop-Betrieb ist die maximale Auflösung der Raptor-Gaming M2 kaum geeignet. Es sei denn, sie wird von einem ruhigen Händchen oder einem geübten Spieler oder Bildbearbeiter geführt. Das Justieren funktioniert auch ohne vorherige Software-Installation. In Abstufungen von jeweils 200 dpi kann sich der Anwender für eine Auflösung von 400 bis 2.400 dpi entscheiden. Um von der niedrigsten zur höchsten Einstellung zu gelangen, sind allerdings sieben Klicks nötig. Um einen niedrigeren Wert einzustellen, müssen wir leider die komplette Liste erneut durchgehen, da ein Tastendruck stets nur die nächsthöhere Stufe wählt.

Nach der Installation der mitgelieferten Software erscheint bei jeder dpi-Veränderung eine Liste, in welcher der aktuelle Wert farblich hervorgehoben wird. Sie verschwindet erst dann wieder, wenn wir mit der linken oder rechten Maustaste darauf klicken. Darüber hinaus bietet das Konfigurationswerkzeug der Raptor-Gaming M2 zwei Bildschirmmenüs für den schnellen Makro- und Programmaufruf. In Form und Funktion entsprechen sie exakt den radförmigen Menüs der Saitek Gaming Mouse mit 1.600 dpi.

Handzahme Ergonomie

Zwischen Logitechs Laser-Maus MX 1000 und der Raptor-Gaming M2 besteht eine gewisse, aber weit entfernte Ähnlichkeit. Die M2 gibt sich in der Testerhand weniger anschmiegsam, bietet unserer Meinung nach jedoch eine deutlich bessere Ergonomie als die versammelte Konkurrenz in Form der Logitech MX 518, Razer Diamondback und Saitek Gaming Mouse. Ein Abrutschen erweist sich dank der gummierten Beschichtung als schier unmöglich.

Alle Tasten befinden sich genau dort, wo sie sein sollten, lediglich der dpi-Schalter verlangt nach etwas Übung mit dem Fingerballen. Bis auf diesen sowie die hintere der beiden Seitentasten klingen alle Knöpfe und besonders das Mausrad relativ leise im Vergleich zu anderen Mäusen. Was sich der Hersteller beim Tastenrad gedacht hat, bleibt für uns allerdings ein Rätsel: denn es ist derart schwergängig, dass es dem Spielverlauf mehr schadet als nützt. Auch der horizontale Bildlauf geht ebenfalls mit recht hohem, aber dennoch angenehmen Widerstand einher.

Praxistest Spiele

Handlich, schnell und präzise soll eine Gamer-Maus sein. Die ersten beiden Grundvoraussetzungen sind bereits erfüllt, nun muss die Raptor-Gaming M2 ihre Präzision unter Beweis stellen. Beim anstehenden Praxistest entscheiden wir uns wieder einmal für Quake III: im ohnehin schon sehr schnellen 3D-Shooter stellt gerade die "Rail Gun" besonders hohe Ansprüche an die Reaktion von Maus und Spieler. Die letzte der wichtigsten Bewährungsproben absolviert die M2 ebenfalls mit Bravour.

Auf einer "schnellen" Unterlage, sprich einem Mousepad mit rutschiger Beschichtung, reagiert die M2 mit 2.400 dpi fast schon zu schnell, was nicht nur bei 3D-Shootern, sondern auch bei Strategiespielen von Nachteil sein kann. Auf einer griffigeren Grundlage löst sich die anfängliche Raserei allerdings wieder in Wohlgefallen auf. Auch eine Gewichtsveränderung leistet hier sehr gute Dienste. Über ein auf Gleitfähigkeit getrimmtes Mousepad schwebt die M2 dank ihrer weitgehend widerstandsfreien Füße förmlich.

Selten war es einfacher, virtuelle Widersacher aus dem Weg zu räumen. Neben der hohen Präzision trägt die handzahme Bedienbarkeit entscheidend dazu bei, dass die dreidimensionalen Gegner vermehrt an Kopfschüssen sterben. Doch je nachdem, wo das Zielkreuz gerade steht, erscheint bei jeder dpi-Veränderung die eben erwähnte Liste. Im schlimmsten Fall verbirgt sie dem Spieler dabei die Sicht. Wenn der Spielverlauf gerade nicht unterbrochen werden kann, sollte sich der Zocker lieber ein ruhiges Plätzchen suchen, wenn ihm am Leben seiner Spielfigur gelegen ist.

Die neue Referenz

Noch keine andere Maus konnte uns bisher ein besseres Spielgefühl vermitteln als die Raptor-Gaming M2. Hier stimmt von Präzision über Ergonomie, bis hin zu sinnvollen Verstellmöglichkeiten so gut wie alles. Die Hand liegt entspannt, das Zielen und Treffen wird zu einer leichten Übung. Ein Kabel von 2,5 Metern Länge reicht selbst bis in die hinterste Ecke.

Allerdings erweist sich die angepriesene Maximalauflösung von 2.400 dpi nicht immer als Vorteil. Zudem ist die M2 für Linkshänder ungeeignet und verfügt über eine viel zu schwergängige Radtaste. Fazit: In der Riege der Gamer-Mäuse markiert die Raptor-Gaming M2 unsere neue Referenz. Hier müssen sich selbst Modelle vom Schlage einer Logitech MX 518 oder Razer Diamondback geschlagen geben.

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