Erstes Übernahmeangebot offenbar gescheitert

Drei Milliarden Dollar: Ist Skype das wert?

Der australische Medienzar Rupert Murdoch wollte Skype kaufen - und zwar für drei Milliarden Dollar, das entspricht rund 2,5 Milliarden Euro. Das berichtet die britische Zeitung "The Independent". Die Gespräche seien allerdings gescheitert, und Skype habe abgestritten, dass es zu haben sei, schreibt die Zeitung weiter.

Wie "The Independent" weiter berichtet, rechnen Brancheninsider mit einer Übernahme in der nächsten Zeit. Die Zeitung zitiert einen US-amerikanischen Experten, das spannende seien nicht die geplatzten Gespräche, sondern der Umstand, dass Murdochs Firma "News Corp" überhaupt gewusst habe, dass Skype zu haben sei.

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Skype ist viel weniger wert

Drei Milliarden Dollar spiegeln dabei allerdings nicht den wirklichen Wert von Skype wider, sondern vielmehr die Erwartungen, die dahinter stecken. Denn kein Unternehmer würde drei Milliarden Euro in ein Projekt stecken, wenn er nicht deutlich mehr wiederbekommen wollte.

Skype kann einem großen Unternehmen einen guten Einstieg ins VoIP-Geschäft bieten: Erfahrung, eine bekannte Marke, einen guten Ruf und 47 Millionen Kunden weltweit. Und genau das macht Skype auf der einen Seite so teuer und auf der anderen Seite so interessant.

Das Geld müssen die Kunden bringen

Nach einer Übernahme könnten die neuen Besitzer allerdings versuchen, Kasse zu machen, und das auf Kosten der Kunden. Denn das Skype momentan viel Geld verdient, ist eher unwahrscheinlich - berichtet "The Independent" doch von Wagniskapitalfirmen, die gerade 20 Millionen Dollar in Skype gesteckt haben.

Ist dann Schluss mit den kostenlosen internen Gesprächen? Wahrscheinlich nicht. Wer Skype aber als Ersatz für ein normales Telefon benutzen möchte, wird dafür zahlen müssen. Und wahrscheinlich eher mehr als weniger.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.

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