Mischung aus Abo und Einzelsong-Download
Amazon.com plant Online-Musikdienst
Sascha Hottes
Das Internet-Kaufhaus Amazon.com plant den Einstieg in den Online-Musikmarkt. Noch dieses Jahr soll der Dienst an den Start gehen. Entsprechende Gespräche mit Verantwortlichen der Musikindustrie sind bereits geführt worden. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) am Freitag in seiner Online- Ausgabe.
Der iTunes-Konkurrent soll eine Mischung aus Abodienst mit Einzeldownloads werden, berichtet WSJ unter Berufung auf "Personen, die mit entsprechenden Bemühungen des Unternehmens vertraut sind". Amazon.com scheint bereits mit der Entwicklung des Dienstes beschäftigt zu sein. Auf der Webseite des Internet-Kaufhauses sind bereits Stellenanzeigen für einen möglichen Musikdienst zu sehen.
"Den Verkehr auf unserer Website ankurbeln"
Einen Kommentar über einen möglichen Musikdienst lehnte Amazon-Sprecherin Patty Smith gegenüber WSJ ab. Amazon beteilige sich nicht an Spekulationen darüber, was das Unternehmen künftig macht oder nicht. Hinweise auf einen Musikdienst sehen Journalisten aber in einer Äußerung von Amazon-Chef Jeff Bezos, der sagte, dass digitale Medien sehr wichtig für Amazon sind. "Der unmittelbare Grund, warum wir solche Dinge anbieten, ist, den Verkehr auf unserer Website anzukurbeln," so Bezos.
Ein Amazon-Musikdienst kommt zwar relativ spät, um in den bereits hart umkämpften Markt mit den digitalen Downloads einzusteigen. iTunes und Napster haben hier mit Abstand die Nase vorn. Allerdings wird der Markt weiter wachsen und Amazon sieht seine Chance wohl über die eigene Webseite. Zusammen mit Musikdownloads lassen sich MP3-Player verkaufen, das wissen wir bereits von Apple. Oder umgedreht, schließlich verkauft Amazon schon etliche MP3-Player im Monat und könnte so seine Musik-Downloads an den Mann bringen.
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