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05.08.2005
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Apples Streaming-Wunder im Test

Music in the Air: Apple Airport Express Base im Test

Michael Knott

Doch zurück zur Konfiguration: Bei der Ersteinrichtung hilft der Airport-Assistent, der die meisten Einstellungen automatisch vornimmt. Die Zugangsdaten zum DSL-Provider sollten allerdings bereitgehalten werden, zudem müssen einige Angaben gemacht werden: Wie soll das Netzwerk heißen, wie die Basisstation als Gerät im Netzwerk? Außerdem muss kann sowohl für das Netz, als auch für die Basisstation ein Passwort vergeben werden, um zum Beispiel zu verhindern, dass Sohnemann oder der nerdige Mitbewohner an den Einstellungen der Base herumpfuscht.

Eine Frage der Sicherheit

Das Netzwerk lässt sich wahlweise nach WEP- oder nach dem wesentlich aktuelleren und sichereren WPA-Standard verschlüsseln. WEP ist nur empfehlenswert, wenn alte WLAN-Geräte ins Netz eingebunden werden müssen, die möglicherweise noch nicht den WPA-Standard beherrschen. In solchen Fällen sollte allerdings über die Anschaffung neuer WLAN-Karten nachgedacht werden, ist WEP doch für Profis recht problemlos zu knacken. Wer natürlich auf dem platten Land wohnt und im Umkreis von mehreren Kilometern keine Nachbarn hat, kann sich die Verschlüsselung auch komplett sparen. Zusätzlich lässt sich das WLAN natürlich auch tarnen.

Ist das Netzwerk mit dem Airport-Assistenten eingerichtet, kann der kabellose Surfspass auch schon losgehen. Wer allerdings auch die Drucker- und Sound-Funktionen der Basisstation nutzen möchte, muss den Weg über das Airport Dienstprogramm nehmen. Hier lässt sich die Station "Feintunen". So lässt sich zum Beispiel einstellen, auf welchem Kanal die Station senden soll, wenn beispielsweise Netzwerke aus der Nachbarschaft dazwischenfunken.

Apple_Airport_Express

  • Anschlüsse
  • Dunkle Ecke
  • Steckeradapter
  • Verkabelt
Airport Express im Test

Sendeleistung drosseln und andere Spielereien

Eine schöne Funktion ist die Einstellung der Sendeleistung. Gerade in kleinen Wohnungen ist es unnötig, wenn die Airport Express mit Vollgas sendet. Die Sendeleistung lässt sich in Stufenweise herunterregeln, von 100 Prozent auf 50, 25 oder nur 10 Prozent. Das dürfte vor allem WLAN-Nutzer freuen, die sich Sorgen um ihre Gesundheit machen. Natürlich hat die Herabregelung der Sendeleistung auch einen ganz praktischen Nutzen: Je schwächer die Station sendet, desto geringer der Radius, in dem das Netzwerk sichtbar ist, was Wardriving-Attacken vorbeugen kann. Die Reichweite der Station ist mangels Antennen nicht wirklich gut, muss sich aber auch nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Natürlich lassen sich auch die üblichen anderen Netzwerk- und WLAN-Einstellungen vornehmen. Für gesteigerte Sicherheit lässt sich eine Liste mit Airport-IDs, den MAC-Adressen der WLAN-Geräte anlegen, die Zugriff auf die Station haben sollen. Allen anderen Geräten wird der Zugriff dadurch verweigert. DHCP oder manuelle IP-Adressen, RADIUS-Server, NAT, FTP, PPPoE, VPN Passthrough oder die Nutzung der Airport-Base als WLAN-Relais, alles kein Problem. Übrigens eignet sich die Airport Express auch vorzüglich, um ein bestehendes WLAN schnell und günstig zu erweitern.

Firewall? UPnP? Nein, danke!

Über eine eigene Firewall verfügt die Airport-Base übrigens nicht. Zu diesem Zweck muss die Firewall auf dem Rechner herhalten. Ebenfalls nicht unterstützt wird Universal Plug'n Play, Dienste, die durch die Express durchgereicht werden müssen, beispielsweise Filesharing-Anwendungen, müssen manuell per Portumleitung auf der Basisstation eingerichtet werden.

Doch genug der Netzwerkerei, jeder, der schon einmal einen WLAN-Router hatte, wird keine Probleme mit der Einrichtung der Airport Express haben. WLAN-Anfänger sollten sich allerdings vorher belesen, das Handbuch ist zwar einsteigerfreundlich gehalten, verschweigt dafür aber auch viele weitergehende Funktionen. Die Hilfefunktion der Base ist, Apple-typisch, nicht wert, als solche bezeichnet zu werden.


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