Apples Streaming-Wunder im Test
Music in the Air: Apple Airport Express Base im Test
WLAN sorgt für Bewegung: Laptop-Nutzer können ihren Rechner dank der kabellosen Technologie überall in der Wohnung verwenden, ohne lästige Kabel. Das allerdings klappt nur in der Theorie und in Werbespots, denn spätestens, wenn Musik vom Computer auf der Anlage gehört werden soll oder ein Drucker gebraucht wird, ist Schluss mit der neuen Freiheit, ein Kabel muss her. Apple schafft mit der Airport Express Basisstation Abhilfe.
Inhaltsverzeichnis
- 1Ein Netzteil? Ein Router!
- 2Verbindung kein Problem
- 3Zehn Endgeräte mit 54 MBit
- 4Eine Frage der Sicherheit
- 5Sendeleistung drosseln und andere Spielereien
- 6Firewall? UPnP? Nein, danke!
- 7Nur mit iTunes möglich
- 8Einwandfreies Streaming
- 9Drucken ohne Kabel
- 10Drucker anywhere
Bei der Airport Express Basisstation handelt es sich um einen kompakten WLAN-Router mit eingebauter USB-Schnittstelle und einem Audio-Line-Out. Der Sinn dahinter: Apple möchte den Laptop komplett von den Restkabeln trennen, der Drucker wird per Funk über den USB-Anschluss am Router angesteuert, die Musik mittels iTunes auf die Anlage gestreamt, ein Mini-Klinken-Stecker stellt die Verbindung zur Anlage her. Eine Ethernetbuchse sorgt für die Verbindung zu DSL-, respektive Kabelmodem oder zum Netzwerk, falls die Airport Express Base nur als Accesspoint genutzt werden soll. Ein eigenes Modem hat die Station nicht eingebaut.
Ein Netzteil? Ein Router!
Geliefert wird das Gerät in einer kompakten Schachtel, die der eines iPod nicht unähnlich ist. Das Gerät selbst sieht aus und ist genauso groß wie ein Apple-Netzteil, auch hier können iPod-Nutzer vergleichen, sind die Abmessungen doch identisch mit denen des iPod-Netzteiles. Der Stecker lässt sich wechseln, wodurch sich der Router auch in Ländern jenseits der Euro-Stecker-Norm betrieben werden kann, zum Beispiel in Großbritannien. Bis auf den Stecker sind die Airport-Express-Stationen weltweit identisch.
Der Anschluss ist unproblematisch: Wie ein Netzteil wird die Airport-Express in eine Steckdose gesteckt, sinnigerweise in der Nähe von Drucker und Stereo-Anlage, damit die Verbindung zum Router für diese Geräte keinen Ärger macht. Die Ethernet-Buchse wird mit dem Kabel- oder DSL-Modem verbunden, fertig. Das Statuslämpchen blinkt einige Sekunden lang grün, während die Base hochgefahren wird, danach leuchtet es konstant grün. Der Router funktioniert und arbeitet.
Verbindung kein Problem
Die Verbindung zur Airport-Base aufzunehmen, stellt kein Problem dar: Da die Basisstation in der Werkseinstellung ungeschützt ist, verbindet sich der Rechner selbstständig mit dem kabellosen Netz, dass die Station bereitsstellt. Funken andere Netze dazwischen muss der Anwender möglicherweise ein wenig nachhelfen, indem er die Liste der verfügbaren Netzwerke durchgeht. Alternativ lässt sich die Airport-Base natürlich auch über Ethernet einrichten, die IP-Adresse ist anfangs 10.0.0.1.
Mit Hilfe des auf der mitgelieferten CD beigepackten "Airport Dienstprogramms" lässt sich die Basisstation weitestgehend problemlos einrichten. Anders als andere Router-Hersteller hat sich Apple einige Gedanken bezüglich der Benutzerführung gemacht und die Funktionen reduziert. Zwar lässt sich auch beim Airport-Router viel einstellen, aber kryptische Netzwerk-Sonderfälle, wie sie zum Teil in anderen WLAN-Routern zu finden sind, bleiben außen vor. In 99 Prozent der Fälle dürfte das aber auch ausreichen.
Zehn Endgeräte mit 54 MBit
Apropos Funktionen: Die Airport Express Base arbeitet nach dem 802.11g-Standard, ist also in der Lage, WLANs mit bis zu 54 MBit pro Sekunde aufzubauen. Anders als bei den größeren und teureren Airport-Routern von Apple, die bis zu 50 Endgeräte verwalten können, kann die Airport Express "nur" bis zu zehn WLAN Endgeräte gleichzeitig ansteuern. Das ist für den Heimbedarf normalerweise völlig ausreichend, wer geht schon mit zehn Laptops, PDAs und Computern gleichzeitig ins Internet?
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iTunes hier.
