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Kurztest: Dungeon Lords
Keine Gefängnisrevolution

von Michael Dees Uhr veröffentlicht

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Nach der verunglückten Demo haben wohl nur Optimisten einen Hit erwartet. Immerhin ist das neue Werk von Rollenspiel-Veteran D.W. Bradley kein Totalausfall.

Nach der verunglückten Demo haben wohl nur Optimisten einen Hit erwartet. Immerhin ist das neue Werk von Rollenspiel-Veteran D.W. Bradley kein Totalausfall.

"Dungeon Lords" handelt von Verrat, Intrige und Liebe - das will jedenfalls der Prolog glauben machen. In Wahrheit käut Bradley die alten Fantasyzutaten wieder: böser Zauberer, finstere Horden, bedrohtes Reich. Die Tatsache, dass eine unglücklich verliebte Prinzessin vermisst wird, hält als Liebesaufhänger her.

Entsprechend schnell stellt sich heraus: "Dungeon Lords" ist keine Telenovela im Rollenspielgewand. Schon auf den ersten Metern fallen Fledermäuse, Riesenratten und Goblins über die Spielfigur her. Diese setzt sich in Gestalt einer von insgesamt sieben Rassen zur Wehr. Ferner bietet das Programm vier Grundklassen, die im Verlauf zu weiteren Unterklassen variiert werden dürfen.

Feinde am Fließband

Gewonnene Erfahrungspunkte lassen sich jederzeit zuteilen, nicht erst bei einem Levelaufstieg des Spielcharakters. Das ist insofern praktisch, weil auf neue Umgebungen oder Gegnertypen unmittelbar reagiert werden kann. Gekämpft wird häufig in "Dungeon Lords". Der Kampf wird insbesondere dann zum Krampf, wenn man sich durch mehrere Etagen gefochten hat, danach in ein Loch im Boden fällt, um zwei Etagen tiefer aufs neue die Messer zu wetzten.

Gleich, wie viele Monster mit Waffengewalt oder Zauberei aus dem Weg gekegelt werden; immerfort kommen neue nach. Um der Feindschar Herr zu werden, eignen sich Heldinnen und Helden neue Angriffs- und Verteidigungsfähigkeiten in Form spezieller Körperbewegungen an. Sehr schön: Da abgewehrte Pfeile stecken bleiben, sehen Schutzschilde vorübergehend aus wie riesige Igel; ungeschützte Körperregionen mutieren zum Spießbraten.

Dungeon Lords

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Dungeon Lords

Sporadisches Schweigen

Mehr solcher Gags bietet die durchschnittliche 3D-Engine nicht. Sehen Charaktere und Vegetation noch leidlich gut aus, laden die sterilen, leer gefegten Städte zum Wegschauen ein. Für die Vertonung der Texte wurden professionelle Sprecher engagiert. Trotzdem sagen Schlüsselfiguren manchmal kein Wort, bevor ein laufendes Spiel unterbrochen und neu aufgenommen worden ist. Technische Ungereimtheiten dieser Art haben "Dungeon Lords" zur Patch-Baustelle gemacht.

Fazit: Kampfintensives 3D-Rollenspiel mit einigen interessanten Ansätzen, aber zu vielen Macken.

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Kurztest: Dungeon Lords
Kurztest: Dungeon Lords
Nach der verunglückten Demo haben wohl nur Optimisten einen Hit erwartet. Immerhin ist das neue Werk von Rollenspiel-Veteran D.W. Bradley kein Totalausfall.
http://www.netzwelt.de/news/72110-kurztest-dungeon-lords.html
2005-08-07 12:02:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2648/18993.jpg
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