Keine Gefängnisrevolution
Kurztest: Dungeon Lords
Nach der verunglückten Demo haben wohl nur Optimisten einen Hit erwartet. Immerhin ist das neue Werk von Rollenspiel-Veteran D.W. Bradley kein Totalausfall.
"Dungeon Lords" handelt von Verrat, Intrige und Liebe - das will jedenfalls der Prolog glauben machen. In Wahrheit käut Bradley die alten Fantasyzutaten wieder: böser Zauberer, finstere Horden, bedrohtes Reich. Die Tatsache, dass eine unglücklich verliebte Prinzessin vermisst wird, hält als Liebesaufhänger her.
Entsprechend schnell stellt sich heraus: "Dungeon Lords" ist keine Telenovela im Rollenspielgewand. Schon auf den ersten Metern fallen Fledermäuse, Riesenratten und Goblins über die Spielfigur her. Diese setzt sich in Gestalt einer von insgesamt sieben Rassen zur Wehr. Ferner bietet das Programm vier Grundklassen, die im Verlauf zu weiteren Unterklassen variiert werden dürfen.


Mit Kreuz und Magie rückt Ritter Gabriel in Castlevania Lords of Shadow Werwölfen, Hexen und Vampiren auf die Pelle - und wandelt dabei auf den Spuren eines blassen Spartaners.
PC-Spieler dürfen als böser Kerkermeister in "Dungeons" eine Art Vergnügungspark für ruhmsüchtige Helden errichten.
Mit hohem Actionanteil, schönen Grafikeffekten und Fluten von Beuteschätzen buhlt "Dungeon Siege 3" um die Gunst "Diablo"-gestählter Rollenspieler.
Tower-Defense-Spiele mit Action-Einschlag gibt's mittlerweile wie Sand am Meer - "Dungeon Defenders" erweist sich jedoch als echte Multiplayer-Perle.




