Der Bayer liefert Kino per Post
Online-Videotheken: DiViDi unter der Lupe
Sascha Hottes
Der Test geht weiter. Sind Online-DVD-Verleiher eine echte Alternative zur klassischen Videothek? Bequemer ist es - aber auch günstiger? Wie funktioniert das bei DiViDi? netzwelt hat sich über den Dienst informiert.
Das Unternehmen ging im Oktober 2003 an den Start. Wie viele Kunden die Münchener bislang zählen, wollte DiViDi-Pressesprecher Martin Lissner nicht verraten. Bei DiViDi funktioniert der Verleih auch nach dem Tauschprinzip. Der Kunde stellt auf der Homepage des Anbieters eine Liste von Wunschfilmen zusammen. Der Empfehlung nach sollten es an die 20 Titel sein. Falls eine DVD vergriffen ist, bleibt die Auswahl groß genug, um eine andere rauszuschicken. Zusätzlich lassen sich Prioritäten vergeben.
Sobald die Wunschliste steht, wird DiViDi aktiv und das erste DVD-Paket an den Neukunden verschickt. Im Idealfall bringt es der Postbote bereits ein bis zwei Tage später. Nach dem Film gucken, die Scheiben in den frankierten Rückumschlag stecken und in den nächsten Postkasten werfen. Der Rückumschlag fasst immer zwei DVDs. Und mehr sollte der Kunde auch nicht reinstecken, sonst kostet es extra.
Die Abo-Modelle
DiViDi bietet drei Abo-Varianten an. Der monatliche Preis für die kleinste DVD-Flatrate liegt bei 18,90 Euro für zwei DVDs. Das Dreier-Paket kostet 22,90 Euro. Für Movie-Junkies gibt es für 29,90 Euro vier Scheiben. Wichtig: In der Abo-Gebühr ist das Porto bereits inklusive. Es fallen also keine weiteren Kosten an. Außer der Kunde hält sich nicht an die "Rücksende-Regel". Die da lautet: Packe nicht mehr als zwei Scheiben in den Rückumschlag, sonst kostet das zwei Euro Nachporto. Wer sich für das Drei-DVDs-Abo interessiert, könnte jetzt verwundert aufhorchen. In diesem Fall gibt es zwar beim ersten Mal drei DVDs, aber eine muss oder darf der Kunde bis zum nächsten Tausch zu Hause behalten. Lediglich wenn das Abo ausläuft oder ausgesetzt wird, darf der Abo-Inhaber drei DVDs ohne Zuzahlung zurückgeben.
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