Auch Qualität ist relativ
Audiocodecs und die passenden Software-Player
Sascha Hottes
WAV-Files hingegen sind die perfekten 1:1 Kopien der CDDA-Daten einer Audio-CD. Diese Daten entsprechen einem unkomprimierten Audiostream, perfekt um sie zu bearbeiten oder als Masterkopie zu archivieren. Aus diesen Rohdaten lassen sich auch die Besten Ergebnisse beim Codieren erreichen. Ein Programm welches diese Daten von einer Audio-CD zieht ist der "Exact Audio Copier" (EAC). Diese Software zieht exakte Kopien der CDDA-Daten als einzelne WAV-Files auf den Rechner. Wenn gewünscht erstellt das Programm auch ein Image-File mit dem die Audio CD exact kopiert werden kann. Auf Wunsch konvertiert der EAC die WAV-Files nach dem Rippen auch direkt in MP3-Dateien. Diese sind natürlich viel kleiner als die WAVs , haben jedoch auch Informationen verloren, wie jedes der "Lossy" Formate.
Verlustbehaftete Codecs
Die bekanntesten dieser Formate sind:
Unter den "Lossy" Formaten ist es auf jeden Fall das MP3-Format, dass den Markt beherrscht. MP3 konnte sich im Laufe der letzten Jahre durchsetzen und viele Hardware-Hersteller setzen deshalb bei der Musik-Unterstützung auf das Format. So können heutzutage fast alle DVD-Player MP3-CDs abspielen, oder USB-Sticks dienen als Musikplayer. Unter diesen Lossy-Formaten ist eine Kompression von circa 1:7 möglich, das kann je nach gewählter Bitrate nach oben wie unten ein wenig variiren. Ziel dieser Formate ist eine möglichst geringe Nominalbitrate. Am Anfang haben wir festgestellt, dass die CDDA-Datei einer Compact Disc mit einer Bitrate von 176,4 KByte/s arbeitet, das enspricht 1411 kbit/s. Zu Beginn der Ära MP3 hat das Fraunhofer Institut bekannt gegeben, dass eine Bitrate von 128 kbit/s CD-Qualität entspräche. Microsoft bescheinigt seinem WMA-Format sogar bei einer Bitrate von 64 kbit/s CD-Qualität.
Rein logisch ist es schon unwahrscheinlich, dass trotz einer Reduzierung um das zehnfache der ausgelesenen Datenmenge pro Sekunde, CD-Qualität erreicht werden könnte. Psychoakustik ist das Schlagwort. Die Codierer schneiden einfach alle Teile des Tonsignals heraus, die das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann. Im mobilen MP3-Player oder wenn Sie eine MP3-CD über DVD-Player und Fehrnseher hören, macht sich der Informationsverlust keinesfalls bemerkbar. Doch auf einer ordentlichen Stereoanlage können manche MP3-Dateien ganz schnell nerven, weil sie nicht gut klingen.
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