Auch Qualität ist relativ
Audiocodecs und die passenden Software-Player
Sascha Hottes
Musik vor dem Rechner zu hören ist in den letzten Jahren zu einem sich immer weiter ausbreitenden Trend geworden. Der Computer ist zum Multimedia-Abspieler mutiert und hält in neuem Gewand auch Einzug ins Stereo-Rack im Wohnzimmer. In diesem Tutorial möchten wir uns mit der Entwicklung von Audio-Codecs beschäftigen. MP3 und Co. zeigen ihre Vor- und Nachteile. Ausserdem stellen wir einige Software-Player vor.
Die groben Fakten
Rippen und Codieren, diese beiden Worte gehören heute in den allgemeinen Sprachgebrauch und fast jeder besitzt neben ein paar CDs auch ein mehr oder minder großes digitales Archiv an gerippter Musik. Rippen klingt nach Verbrechen, die wörtliche Übersetztung (herausreißen/abreißen) lässt auch nichts besseres vermuten. Doch im Sinne der Konvertierung sollte es mit herausholen besser übersetzt sein. /p>
Ein Ripper trennt die eigentlichen Musikdaten von ihrem Orginalformat. In den meisten Fällen dient als Grundlage eine CDDA-Tonspur. Auf einer Audio-CD finden Sie nach dem "Red-Book" eine unkomprimierte Audiospur, der eine Datenrate 176,4 KByte/s zu Grunde liegt. Die Abtastrate dieses Signals liegt bei 44,1 kHz. Die Frequenzbandbreite einer Audio-CD liegt bei 5 Hz bis 20 kHz, der Dynamikumfang bei 96 dB.
Dieses Tonmaterial auf einer CD ist absolut unkomprimiert und benötigt keinen Codec um abgespielt zu werden. Eine Minute Ton verbraucht etwa zehn Megabyte Speicher. Damit ist es vergleichbar mit einer Video-Datei, die Sie gerade mit einem Camcorder auf eine MiniDV Kassette aufgenommen haben. Das Signal ist vollkommen unbehandelt und kann verlustfrei geschnitten und bearbeitet werden. Unkompimiert bedeutet in Originalqualität. Nahezu jede weitere Behandlung wird die Qualität beeinflussen. Netzwelt stellt einige Codecs vor. Einige schaffen es Dateien verlustfrei zu konvertieren, andere nehmen einen Verlust an Qualität zu Gunsten der Komprimierung in Kauf.
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