Geschlossene Gruppen für Sicherheit
Darknet: Anonymes Filesharing
Filesharing
Hundertprozentige Anonymität in Tauschbörsen gibt es nicht. Mit dem ein oder anderen Trick kann man sich zwar ein wenig tarnen, letztlich wird es bei den meisten Filesharing-Netzen immer Möglichkeiten zum Identifizieren der Nutzer geben. Nicht so beim zukünftigen "Darknet". Das verspricht der irische Programmierer Ian Clarke.
Der Entwickler des ebenfalls anonymen Filesharing-Netzwerkes "freenet" will mit Darknet ein Filesharing-System anbieten, um anonym Daten tauschen zu können. Dabei möchte er Pädophilen oder Datendieben keinen rechtsfreien Raum schaffen. Darknet soll Regimekritikern aus Zensurländern wie China oder Iran eine Basis zum Austausch von Meinungen und Informationen bieten. Trotzdem könnten über das Netz natürlich auch MP3s oder Filme angeboten werden, das dürfte auch die meisten Downloader interessieren.
Das unsichtbare Filesharing-System ist nicht für alle Internetnutzer offen. Darknet besteht aus Gruppen. Und Zugang zu einer dieser Gruppen erhalten Tauschwillige nur auf Empfehlung eines Mitglieds. Die getauschten Informationen oder Dateien sind nur innerhalb der Gruppe zugänglich. Durch das geschlossene System sind die verteilten Informationen für Außenstehende nicht sichtbar. Eine Identifizierung der Filesharer wäre theoretisch nur möglich, wenn ein Ermittlungsbeamter in eine solche Gruppe eingeschleust wurde.
Die finale Version von Darknet soll in den nächsten Monaten erscheinen.
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