Mehr als ein Relikt aus vergangener Zeit
Competition Pro im Test: Joystick für C64- und Amiga-Fans
Benjamin Schnitzler
Klick, klick, klick... So klang Computerspielen vor 20 Jahren. Damals in den 80ern waren 2D, grobe Klötzchen-Grafik, piepsiger Midi-Sound und Titel wie Pac Man, Giana Sisters, Maniac Mansion, R-Type oder Turrican aktuell. Ihren urwüchsigen Charme haben Commodores C64 und Amiga 500 noch lange nicht verloren. Denn für viele war zumindest einer der beiden "Brotkästen" der erste PC überhaupt. Da spielt es überhaupt keine Rolle, dass Optik und Rechenleistung längst überholt sind.
Ein kleiner, schwarzer Zeitzeuge mit roten Knöpfen blieb der Nachwelt erhalten: der Competition Pro. Seine Beliebheit gründet nicht etwa auf der eher schlichten Optik, sondern ist vielmehr ein Verdienst seiner Präzision und Stabilität. Denn in den Anfangstagen des PCs war beim Spielen noch voller Körpereinsatz gefordert. So wollten zweidimensionale Leichtathleten aus Joystick-Killern wie "Summer Games" jeden ihrer Schritte von entsprechenden Bewegungen begleitet wissen. Bei vielen anderen Steuerknüppeln machte da schnell die Mechanik schlapp.
Speed-Link Competition Pro USB im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Schwarz-Rot: Nostalgie mit Dauerfeuer
Heute wird der moderne Competition Pro von Speed-Link aus Weertzen, irgendwo in der Mitte zwischen Hamburg und Bremen, vertrieben. Der hauptsächlich auf Spielsteuerungen spezialisierte Hersteller orientiert sich am klassischen Design in Schwarz-Rot, bietet den Joystick aber auch in transparentem Blau mit verchromten Bedienelementen an. Statt mit einem betagten, seriellen, ist er mit einem zeitgemäßen USB-Anschluss versehen und schon für 15 Euro im Handel erhältlich.
Für heutige Verhältnisse ist der Competition Pro sehr spartanisch ausgestattet, denn neben dem Steuerknüppel besitzt er lediglich vier weitere Tasten. Das sind immerhin zwei mehr als das frühere Modell besaß, aber weniger als bei manch aktueller PC-Maus. Doch für verpixelte "Jump'n'runs", "Shoot'em-ups" oder andere Spielereien älteren Datums ist er damit geradezu prädestiniert. Schießwütige Ballerspieler freuen sich über den unauffälligen Dauerfeuer-Schalter auf der Rückseite.
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