Weiterempfehlen   Leserbrief
02.08.2005
Druckversion
powered by

Einfamilienhaus vernetzt

Im Praxistest: Devolo MicroLink dLAN Starter Kit

Mobile Computing

Funkprobleme

Also fix das WLAN am Router eingeschaltet und mit dem Notebook einen Testlauf gestartet. Raus aus dem Anschluss-Bunker, eine Tür, zwei Türen, Treppe hoch... noch ist das Signal da. Ein Testlauf beweist: Der Funk reicht bis ins Treppenhaus, bis ins Wohnzimmer. Die Küche im Erdgeschoss ist allerdings schon wieder funkfreie Zone. Der Probelauf ins Dachgeschoss ist eigentlich nur noch Kür, auch hier kein "Heimnetz", wie der Autor dieser Zeilen das Netzwerk genannt hat. Dafür balgen drei ungesicherte Netzwerke aus der Nachbarschaft fröhlich um Aufmerksamkeit auf dem Notebook. Einmal kurz über den Internet-Anschluss des Nachbarn ein paar illegale Websites aufrufen und etwas runterladen, dann schnell wieder zurück in den Keller.

Was tun? Die Funkkraft des Routers reicht hinten und vorne nicht aus, um das ganze Haus zu vernetzen. Die Ende der 1980er beim Bau des Hauses verlegten Leerrohre werden von der kürzlich installierten Satelliten-Anlage belegt, hier gibt es kein Durchkommen für Ethernet- oder DSL-Kabel. Den Gedanken, ob die Heizungsrohre vielleicht als WLAN-Verstärker taugen verwerfe ich schnell wieder. Dann kommt der Geistesblitz: Gibt es nicht von Devolo so Steckdosen-Adapter?

Teurer Spaß oder günstige Alternative?

Ja, die gibt es, zum Beispiel im Pro-Markt für 109 Euro pro Doppelpack. Losfahren, Adapter kaufen: "MicroLink dLAN Starter Kit Ethernet/Ethernet" steht auf der Packung. Drin sind zwei Adapter, zwei Netzwerk-Kabel von zwei Metern Länge und eine CD-ROM. Auf der Packung prangt "Linux & Windows certified" - Kein Wort von Mac OS X, das kann ja heiter werden. Ich kaufe trotzdem zwei Packungen, vier Adapter, für vier DSL-Geräte: Den Router und drei PCs.

Wieder zuhause wird erst einmal das WLAN ausgeschaltet. Der Mist bringt in der aktuellen Konfiguration nichts als Sicherheitslücken, nutzen kann es sowieso niemand im Haus, weil es ja nicht weit genug reicht, Stahlbeton sei Dank. Stattdessen bete ich jetzt, dass die Devolo-Adapter halten, was sie versprechen. Jetzt muss nur noch der Router zum DHCP-Server gemacht werden, damit die angeschlossenen Rechner automatisch eine IP-Adresse zugewiesen kriegen. Mit dem Mac direkt am Router klappt das auch vorzüglich, doch wie schaut es aus, wenn das Signal über das Stromnetz läuft?

Grünes Licht im Bunker

Die Probe aufs Exempel: Das Netzwerk-Kabel wird vom Mac in den dLAN-Adapter gesteckt, der seinerseits in die letzte freie Steckdose im Atombunker, Verzeihung: Hausanschlussraum - so waren sie, die 80er. Die Dioden am dLAN-Adapter zeigen grünes Licht, also gibt es keine größeren Problem. Ich schnappe mir den zweiten Adapter und wandere ins Erdgeschoss, um den Laptop dort an die nächste freie Buchse anzuschließen. Und tatsächlich: Es klappt! Der dLAN-Adapter an meinem Rechner findet sein Gegenstück im Keller, die Verbindung steht, man kommt ins Netz. Das war ja einfach, kein Treiber, keine großartigen Konfigurationsgeschichten, es funktioniert einfach. Das ist "Plug'n Play" in Reinform. Ich bin fasziniert.

Schnell den Stecker wieder gezogen und hoch unters Dach. Es ist schließlich noch nicht sicher, ob der Adapter an jeder Steckdose seinen Dienst verrichtet. Doch auch unter dem Dach: Kein Problem. Der Rechner geht ins Netz, ruft E-Mails ab und das alles sogar ohne nennenswerte Verzögerung, wenn man von den üblichen lahmen Ansprechzeiten von DSL absieht. Und so wird Mutters Windows XP-Rechner schnell und völlig problemfrei ins Netz gebracht.


Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare

« zurück 1 | 2 | 3 weiter »


Mehr über: Hardware, Netzwerk, dLan, Devolo, Testbericht

Links zum Artikel


Mobiltelefone

Mobiltelefone im Test

Schlüsselbund, Geldbörse, Handy - kaum jemand verlässt heutzutage das Haus ohne Mobiltelefon in der Tasche. Damit Sie bei der nächsten Vertragsverlängerung mitreden können, testet netzwelt regelmäßig alle Highlights der Handy-Welt.

Alle Testberichte nach Hersteller

PDAs

PDAs sind digitale Gedächtnisstützen und gelten als Vorläufer der heutigen Smartphones. Mit WLAN, Bluetooth und Touchscreens sind sie aber immer noch auf der Höhe der Zeit.

Navigationsgeräte

Berichte über Navigationsgeräte

Schatz, da vorne hätten wir rechts abbiegen müssen - besser und genauer als Karten und nervige Beifahrer sind Navigationsgeräte. Netzwelt testet aktuelle Geräte und gibt Tipps zur Navigation mit dem Handy.

Smartphones

Smartphones sind mehr als zu groß geratene Handys. Mit ihnen lässt es sich entspannt im Internet surfen, im Auto weisen sie als Navi den Weg und auch auf mobile Unterhaltung muss niemand verzichten.

akuma.de - Unser Musikdienst

akuma.de - Das digitale Kaufhaus für Musik

Service-Angebote der netzwelt

Werbung


nach oben
Aktuell
Multimedia-Player: iRiver-Neuheiten auf der CES 2009
Sony Ericsson C905: Pixel-Riese im Test
Preisfall: Telefonieren wird 2009 noch günstiger
Handy
Samsung U900 im Test
Sony Ericsson W350 im Test
LG KS20 im Test
Navigation per Handy
PDA & Navigation
Empfang und Reichweite von WLAN-Routern verbessern
WiFi-Router La Fonera im Test
Mit Linux zum Traumrouter
Einkaufsberater PDA & Navigationssysteme
Ratgeber & Testberichte
Günstig surfen mit UMTS, GPRS und Co.
Handy-Ortung
Lautsprecher für Handys im Überblick
PDA vs. Smartphone

Handy, PDA, Smartphone, Navigationssystem... die Grenzen sind fließend, der Funktionsumfang einiger Geräte wie Blackberry und Apple iPhone gigantisch. Was diese Handys und Co. können, zeigt netzwelt in Testberichten, Anleitungen, Tipps und Einkaufsratgebern.

RSS Feed abonnieren Nie mehr ein Update dieser Seite verpassen?
Hier klicken, um netzwelt.de zu abonnieren!

Copyright © 2008 by netzwelt.de - Im Praxistest: Devolo MicroLink dLAN Starter Kit - Einfamilienhaus vernetzt
H2 media factory GmbH Impressum | Presse | Kooperationen | Werbung | Rechtliche Hinweise | Sitemap | Jobs