Einfamilienhaus vernetzt
Im Praxistest: Devolo MicroLink dLAN Starter Kit
Michael Knott
DSL-Installationen sind ein Kinderspiel. Zumindest solange Rechner und DSL-Modem, respektive Router nicht zu weit auseinander stehen. Anders sieht es in manchem Einfamilienhaus aus: Der Telefonanschluss liegt im Keller und beim Bau des Hauses lag das Internet noch in weiter Ferne, weshalb keine Netzwerk-Buchsen verlegt sind. Die nachträgliche Installation ist mit Zeit und Geld verbunden. Devolo bietet eine günstige Alternative.
Es ist unangenehm, wenn die Eltern DSL möchten. Erst muss man den Altvorderen erklären, wie sinnvoll das Highspeed-Internet ist. Dann muss man sie überzeugen, dass die zusätzlichen Geräte keine Probleme machen. Und der Strom, ja, der Strompreis ist hoch. Aber mal im Ernst: Wer einen mannshohen Eisschrank betreiben kann, kann auch die paar Kilowattstunden für einen Router im Monat aufbringen. Ist die Theorie geklärt, gilt es nur noch, sich mit den Verzögerungen bei der DSL-Schaltung abzufinden.
Endlich Online - trotz Arcor
Irgendwann, vielleicht drei Monate später, wird Arcor-DSL dann endlich geschaltet. Der WLAN-Router verstaubt bereits seit Wochen im Keller vor sich hin und wartet auf seinen Einsatz. An einem Freitagabend ist es dann soweit: Der Technik-Redakteur der Familie wird geordert, um die Rechner ins Netz zu bringen. Das Problem dabei: In einem Einfamilienhaus stehen zwei der drei Rechner, die ins Netz sollen, unter dem Dach, der Telefonanschluss ist im Keller.
Der dritte Rechner steht im Keller, genau wie der Router. Der muss, wie sollte es anders sein, in den im Familien-Sprech euphemistisch "Hausanschlussraum" genannten Bunkerartigen Stahlbeton-Verschlag rechts unten im Keller, noch hinter dem Raum, wo immer Vaters Unterhosen zum Trocknen hängen. In der letzten Ecke also, nach jeder noch so netten Definition, umgeben von zarten, 15 Zentimeter dicken Stahlbeton-Wänden. An diesem Ort laufen alle Leitungen des Hauses zusammen: Gas, Wasser, Telefon. Netzwerk-Buchsen? Fehlanzeige.
Konfiguration mittels Notebook
Die Kabel des Routers reichen exakt vom ebenfalls in diesem Raum installierten DSL-Splitter zu dem Tisch, auf dem er künftig ruhen soll. Zumindest so lange, bis sich jemand erbarmt und den armen Router an die Wand schraubt. Aber wer möchte schon Stahlbeton bohren? Der Zyxel-Router von Arcor wird mittels Notebook konfiguriert, keine größeren Probleme, das Gerät geht online, als hätte es nie etwas anderes getan.
WLAN soll es also sein. Die Bedenken, der Funk könnte möglicherweise nicht stark genug sein, um sich durch mehrere Stahlbeton-Wände und -Decken zu fressen, werden von den DSL-willigen Familienmitgliedern ignoriert. Auch die Anmerkung, dass der Hund möglicherweise vom Funk irritiert werden könnte, fallen im Gespräch unter den Tisch. "Mach einfach." Ja, Mama, aber... "Keine Widerworte!" Befehlston, so muss das sein.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Hardware, Netzwerk, dLan, Devolo, Testbericht
-
WLAN-Sharing im Test: Sicheres Sofanet
Durchdacht: Geschützte Hotspots für die Community -
Ratgeber: Empfang und Reichweite von WLAN-Routern verbessern
Tipps und Tricks für eine kurze Leitung -
Hardware vom DSL-Provider - Wo gibt es was?
Subventionierte DSL-Hardware in der Übersicht
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Im Praxistest: Devolo MicroLink dLAN Starter Kit
Was sagen Sie dazu?
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben









