Apples iTunes auf den Zahn gefühlt
Tutorial: iTunes 4 perfekt bedienen
MP3-Software
iTunes gilt als das beste MP3-Tool aller Zeiten - nicht nur für iPod-Nutzer. Selbst der gute, alte Winamp kann gegen die Player-Software aus dem Hause Apple einpacken. Der Grund: Die Bedienung von iTunes ist wesentlich einfacher, außerdem lässt sich die MP3-Sammlung mit iTunes perfekt verwalten. Nachdem in Teil 1 des Tutorials die optimalen Einstellungen erläutert wurden, wird im zweiten Teil die Benutzung des Players erläutert.
Wer iTunes nutzt, muss umdenken. Da das Programm ursprünglich vom Mac stammt, ist die Benutzung einfach - zu einfach für manchen Windows-Nutzer, die es ja bekanntlich bequem gewohnt sind. Die Ausgangssituation: Eine durchschnittliche MP3-Sammlung mit gerippten und heruntergeladenen Dateien, Kraut und Rüben. Einzelne Dateien lassen sich nur schwer finden, doppelte nur schwer herausfiltern. iTunes sorgt hier für Abhilfe.
Die Bibliothek
Die auffälligste Änderung von iTunes gegenüber anderen MP3-Programmen ist die Bibliothek. Die Bibliothek ist eine iTunes-interne Datenbank, die sämtliche Informationen beinhaltet, die in den ID-Tags von MP3-Dateien gespeichert werden können. Dadurch lassen sich die Dateien mit der iTunes-Suche besonders schnell auffinden.
Durch die Datenbank-Struktur ergibt sich ein weiterer Vorteil: Wie bei Excel oder im Explorer können die Dateien iTunes-Fenster alphanummerisch sortiert werden. Und zwar nach sämtlichen Kriterien, die in ID-Tags vorkommen können: Künstlername, Trackname, Album, Musikrichtung, aber auch Tracknummer, CD-Nummer und sogar, wie oft der Song bisher gespielt wurde. Obendrein lässt sich nachschauen, wann die Datei der Bibliothek hinzugefügt wurde und wann sie zuletzt gespielt wurde. Insgesamt also ein Haufen Sortierungs-Kriterien, die das Auffinden von Tracks und die Verwaltung in großen Sammlungen erheblich erleichtern.
Ausnahmslos alles
In der Bibliothek sollten ausnahmslos alle Audio-Dateien einsortiert werden. Hinzugefügt werden Dateien per Drag & Drop: Die CDs, Ordner und Files werden im Windows-Explorer oder OSX-Finder markiert und ins iTunes-Fenster gezogen. Der Player sortiert sie automatisch in der Bibliothek und den richtigen Ordnern auf der Festplatte ein, die Originale können danach bedenkenlos gelöscht werden - sofern man iTunes den Auftrag gegeben hat, die MP3-Ordner zu verwalten. Im Umkehrschluss werden Dateien, die aus der Bibliothek gelöscht werden, auch von der Festplatte entfernt. Keine Sorge, iTunes fragt nach, bevor es irgendetwas vom Rechner entfernt.
Das Resultat ist eine Liste übersichtliche Liste, vorausgesetzt, die MP3-Dateien haben gepflegte ID-Tags. Gerade MP3s aus Tauschbörsen haben aber oft keine oder schlechte ID-Tags. Was also tun? Wenn iTunes keine ID-Tags findet, sortiert es die Dateinamen als ID-Tag unter "Titelname" ein, was dabei hilft, die Datei wiederzufinden. Unangenehm wird es erst, wenn die Datei richtig benannt ist, aber falsche ID-Tags hat. Dann benennt iTunes die Datei nach den ID-Tags um. Auf diesen Sonderfall sollte also geachtet werden. Praktisch: iTunes besitzt eine interessante Funktion, um für noch mehr Ordnung zu sorgen: Unter "Bearbeiten -> Doppelte Titel anzeigen" lassen sich doppelte Dateien leicht finden und aussortieren.
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