iTunes auf den Zahn gefühlt
Tutorial: iTunes 4 optimal einrichten
Michael Knott
Einstellungen -> Importieren
Eine der interessantesten Funktionen von iTunes ist die Möglichkeit, CDs zu rippen. Gerade auf dem Mac zeigt iTunes in dieser Disziplin ungeahnte Fähigkeiten: Kopierschütze sind dem Programm schlicht und ergreifend egal. Allerdings liegt das mehr an Mac OS X als an iTunes, weil die Kopierschutz-Mechanismen eben für Wintel-Plattformen gemacht sind. So ist iTunes in dieser Disziplin auch nur so gut wie der Treiber, auf den es zugreift. Dennoch: Die eingebaute Fehlerkorrektur von iTunes kann manche geschützte CD rippen und defekte CDs zu neuem Leben erwecken, selbst unter Windows. Deshalb sollte sie immer eingeschaltet sein.
Normalerweise sollten Audio-Dateien als MP3s gerippt werden, um die Kompatibilität zu gewährleisten. Wer bessere Qualität mag und ohnehin nur den iPod und iTunes zum Musikhören benutzt, kann auch Apples AAC-Format benutzen. In beiden Fällen lässt sich über die Qualität-Schaltfläche einstellen, wie gut oder schlecht das Ergebnis sein soll. Das beste Verhältnis aus Qualität und Dateigröße erhalten Anwender bei 128 KBit/s in Stereo, sowohl bei AAC, als auch bei MP3. Wer mehr braucht, greift zu höheren Bitraten oder gleich zu unkomprimierten Verfahren wie AIFF oder WAVE.
Rippen für Profis
Stellt sich nur die Frage, ob iTunes während des Rippens die CD abspielen soll. Normalerweise bremst das den Rip-Vorgang, außerdem brechen die Songs jedesmal ab, wenn iTunes mit einem Track fertig ist, weshalb diese Option schlicht und ergreifend abgestellt werden sollte. Dateinamen mit Titelnummern sind hingegen recht sinnvoll, sorgen sie doch für Ordnung auf der Festplatte - zwar leistet auch die Ordnerstruktur von iTunes diese Arbeit, aber es ist ganz praktisch, falls man beispielsweise eine MP3-CD fürs Auto brennen möchte. Aber dazu später, in den Brenn-Optionen.
Einstellungen -> Brennen
... und da wären wir auch schon, in den Brenn-Optionen. Hier zeigt iTunes an, welcher Brenner im Rechner installiert ist. Sind mehrere Brenner im Rechner eingebaut, lässt sich per Dropdown-Menü auswählen, welcher verwendet werden soll. Da es keine sachlichen Gründe gibt, warum der Brenner nicht mit voller Geschwindigkeit arbeiten sollte, wird die Brenngeschwindigkeit natürlich auf "maximal" gestellt.
Die Formatwahl ist ein großes Manko bei iTunes, da man sie in den Optionen einstellen muss. Wesentlich sinnvoller wäre es, wenn man nach Bedarf direkt beim Auswählen des "Brennen"-Menüs gefragt würde, was genau man brennen möchte, doch zu dieser Einsicht scheint Apple noch nicht gekommen zu sein. Stattdessen hat der Anwender die Wahl zwischen Audio-CD, MP3-CD und Daten-CD.
Wer sich jetzt fragt, was der Unterschied zwischen einer Daten- und einer MP3-CD sein soll, der sei hiermit aufgeklärt: Die Daten-CD übernimmt die iTunes-Ordnerstruktur, auf der MP3-CD hingegen befinden sich alle Tracks im Hauptverzeichnis. Außerdem greift eine MP3-CD auf einen genormten MP3-CD-Standard zurück, was bei der Daten-CD nicht der Fall ist, wie iTunes den User pflichtbewusst aufklärt. Heißt: Daten-CD zur Sicherung, MP3-CD fürs Auto und die gute, alte Audio-CD für Mama und Papa, die keine Ahnung von MP3s haben. Sinnigerweise lässt sich hier auch die Lautstärke anpassen und einstellen, wie lange die Pause zwischen zwei Songs sein soll. 2 Sekunden sind hier ein guter Wert.
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