iTunes auf den Zahn gefühlt
Tutorial: iTunes 4 optimal einrichten
Michael Knott
Einstellungen -> Podcasts
Im Schaltfeld "Podcasts" lassen sich die Podcast-Einstellungen festlegen. Wie oft soll der Player automatisch nach neuen Podcasts suchen? Findet er in einem der abonnierten Podcasts eine neue Ausgabe, wird diese automatisch gelistet. Ob sie geladen werden sollen, entscheidet die nächste Auswahlbox: "Alle laden" lädt alle neuen Episoden im Hintergrund auf die Festplatte, alternativ lässt sich auch nur die neueste Episode laden. "Keine Aktion" bedeutet, dass der Podcast erst geladen wird, wenn er vom User in der Podcast-Liste angewählt wird - gerade bei kleinen Festplatten und vielen Podcast-Abos eine Methode, Plattenplatz zu sparen.
Doch auch hierfür gibt es eine Alternative. Wie wäre es beispielsweise, die alten Episoden automatisch von der Festplatte löschen zu lassen? iTunes erlaubt es, einzustellen, wann die Podcasts von der Platte verschwinden sollen. Dazu dient das Auswahlfeld "Behalten": Sollen alte Episoden den Rechner vollmüllen oder kann gelöscht werden, was gehört wurde oder zu alt ist? Bis zu 10 Episoden lassen sich aufheben, wer mehr will, muss leider alles behalten. Bei der Gelegenheit lässt sich auch einstellen, welche Episoden automatisch auf dem iPod landen sollen, damit gerät man allerdings wieder ins iPod-Feld. Und das sollte schließlich an dieser Stelle ignoriert werden.
Einstellungen -> Audio
Die Audio-Einstellungen sind so eine Sache für sich. Das Feintuning erledigt man mit dem Equalizer, die Audio-Optionen regeln nur das Gröbste, zum Beispiel, ob beim Übergang zwischen zwei Liedern eine Überblendung stattfinden soll. Wie ein DJ fadet iTunes dann einen Titel gegen Ende aus und gleichzeitig den nachfolgenden Titel ein. Für diesen Übergang kann sich iTunes bis zu 12 Sekunden Zeit nehmen. Der Effekt kann dafür Sorgen, dass Anfang und Ende eines Songs verloren gehen, gerade Album-Hörer sollten die "Wiedergabe mit Überblenden" also besser ausschalten.
Mit Hilfe der "Klangverbesserung" lässt sich einstellen, wieviel Rechenleistung iTunes für die Dekomprimierung von MP3s und Co. aufwenden soll. Je höher die Einstellungen, desto besser sollen die Songs im Endeffekt klingen. Im Test konnte eine geringfügige Verbesserung festgestellt werden, wenn die Klangverbesserung eingeschaltet war, die Position des Schiebereglers hatte jedoch keinen Effekt. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die Möglichkeiten der Klangverbesserung von der Musikdatei abhängenm.
Pegel anpassen, aber richtig
Die "Lautstärke anpassen"-Funktion ist ähnlich nutzlos: In der Theorie soll sie den Pegel von MP3s beim Abspielen angleichen, damit alle in etwa gleich laut herüberkommen. Das allerdings funktioniert in der Praxis ebenfalls nicht besonders gut: Laute und leise MP3s kommen sich zwar näher, bleiben aber laut oder leise. Grund ist, dass iTunes den Maximalpegel einer Datei misst und daran dann die Lautstärkeerhöhung festmacht. Ein leiser Track mit einer einzigen lauten Stelle, zum Beispiel einem Knackser, wird also eher noch herunter geregelt, als angeglichen.
Mit einem Häkchen vor "Mit Air-Tunes verbundene Lautsprecher suchen" lässt sich der Computer mit Apples Airport-Express-Station kombinieren, die Musik wird dann über den Router an die Stereoanlage gestreamt. Das klappt allerdings nur, wenn man eine Airport-Express-Base besitzt, ansonsten ist die Funktion nutzlos und kann ausgeschaltet werden. Ob die nicht vorhandenen Lautsprecher dann noch via iTunes geregelt werden können, ist dann auch relativ egal.
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