Shuttle XPC SD31P im Test: High-End-Würfel für Doppelherzen
Vorbereitende Maßnahmen
Minimaler Schraubenzieher-Einsatz
Um den XPC mit grundlegenden Komponenten wie Prozessor, CD-Laufwerk, Festplatte und Arbeitsspeicher auszustatten, muss der Schraubenzieher kaum in Aktion treten. Denn fast sämtliche Einbaumaßnahmen gehen - im wahrsten Sinne - leicht von der Hand. Zuerst lösen wir mit vier Rändelschrauben die Leichtmetall-Haube. Anschließend werden die Halteklammern für die Festplatten und der darunter liegende Laufwerkskäfig entnommen.
Um an den Prozessorsockel zu gelangen, entfernen wir zunächst eine Lüfterblende, welche links von Shuttles Heatpipe-Kühler I.C.E. (Integrated Cooling Engine) platziert ist. Anschließen lösen wir die Vier-Punkt-Halterung mit dem Schraubenzieher und legen den Kühlkörper erst einmal beiseite. Nun kommen wir erneut in die seltene Verlegenheit, den Schraubenzieher benutzen zu müssen. Bevor wird den zweiten, rechts angebrachten Lüfter zur Seite drehen können, gilt es zwei weitere Schrauben loszuwerden.
Jetzt wird der Prozessor in die dafür vorgesehene Halterung gelegt, arretiert und mit einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste bestrichen. Danach installieren wir zwei baugleiche DDR2-Module mit einer Kapazität von ingesamt zwei Gigabyte und hoffen, dass sie im schnellen Dual-Channel-Modus laufen werden. In umgekehrter Reihenfolge bauen wir die Kühlung nun wieder zusammen. Die Montage von Festplatte und CD-Laufwerk gehört zu einer der leichteren Übungen mit dem XPC SD31P.
Per Hand müssen wir bloß zwei Schienen auf jeder Seite andrücken und die Laufwerke von vorne in den Käfig schieben. Das Anbringen der nötigen Verkabelung gestaltet sich mindestens ebenso einfach, da alle Anschlüsse bereits am richtigen Platz liegen. Die Kabel sind zudem so verlegt, dass sie den Luftstrom im Inneren des Barebones nicht blockieren. Vor dem Schließen des Deckels kann noch eine Grafikkarte für PCI Express x16 eingebaut werden, muss aber nicht.
Keine Zicken vor der Windows-Installation
Gleich auf Anhieb werden die beiden DDR2-Module im Dual-Channel-Modus erkannt. Im BIOS müssen wir nur den Multiplikator für den Prozessor von 15 auf 17 erhöhen, damit der Pentium 4 550 im richtigen Takt von 3,4 Gigahertz arbeitet. Ein Blick in den Unterpunkt "PC Health Status" lohnt ebenfalls. Denn dort können wir die Drehzahl der eingebauten Lüfter und gleichzeitig die Lautstärke des Winzlings beeinflussen. Im temperaturabhängigen Modus "Smart Fan" haben wir die Qual der Wahl zwischen vier verschiedenen Stufen, von ultraleise bis laut und leistungsfähig.
Auch nach der Windows-Installation zeigt der XPC SD31P keinerlei Schwächen. Die mitgelieferten Treiber funktionieren einwandfrei. Abstürze oder blaue Bildschirme? Fehlanzeige. So ist der Komplettrechner im Kleinstformat schon nach etwa zwei Stunden voll einsatzbereit. Und dafür braucht es nicht mal einen Experten: allein schon die Bilder der Bedienungsanleitung besitzen genügend Aussagekraft, um es selbst dem laienhaftesten Bastler leicht zu machen.
