Das ultimative Spieler-Notebook?
Dell Inspiron XPS Gen2 im Test: Spieler-Notebook statt PC
Benjamin Schnitzler
Lediglich der XPS-Schriftzug verrät dem Kenner, dass hier jemand einen kompletten Spielcomputer mit sich herumträgt. Im Praxistest erweist sich der Rucksack als absolut fahrradtauglich und eignet sich sogar für die alltäglichen Einkäufe. Überall stoßen wir auf praktische Staufächer und Einschäube, die sich nicht nur für technisches Gerät anbieten. Weiterhin sorgen reflektierende Applikationen dafür, dass der LAN-Party-Gänger im Dunkeln gesehen wird. Für einen Aufpreis von gerade mal 34,80 Euro eine durchaus lohnenswerte Investition, aber nichts für auf Seriösität bedachte Geschäftsleute.
Farbenfrohe Optik
Nach dem Auspacken des 3,9 Kilogramm schweren Notebooks fühlen wir uns entfernt an einen Verstärker aus dem Autozubehör erinnert. Mit einer transparenten Kunststoffschicht überzogenes, gebürstetes Metall bildet die Rückseite des Displays. In die Mitte ist ein kreisrundes Dell-Logo eingelassen, an den Seiten befinden sich zwei große XPS-Schriftzüge. Wie in dieser Klasse üblich, schließt der Deckel mit einem Einrastmechanismus. In diesem Fall so fest, dass sich selbst bei starker Krafteinwirkung nichts mehr bewegt. Die Spaltmaße fallen jedoch recht groß aus, was den Innenraum anfällig für Schmutzansammlungen aller Art macht.
Dell Inspiron XPS Gen2
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.An der Front, zwischen den beiden Stereolautsprechern, sind verchromte Bedienelemente zur Mediensteuerung angebracht. Nach dem Aufklappen präsentiert sich ein aufgeräumter und auf Funktionalität bedachter Innenraum. Der winzige, kreisförmige Einschaltknopf in der oberen Mitte mutet angesichts der ausladenden Abmessungen fast schon wie eine Untertreibung an. Links daneben stoßen wir auf ein simpel gestaltetes Oval mit den wichtigsten Statusleuchten. Optische Parallelen zum bereits von netzwelt.de getesteten Inspiron 9300 sind nicht von der Hand zu weisen.
Vom Druck des Einschaltknopfes bis zur einsatzbereiten Windows-Oberfläche vergeht eine halbe Minute. Der Startvorgang wird von verspielten Lichteffekten begleitet. Verschiedenfarbige LEDs erhellen sowohl die Rückseite des Displays, als auch die seitlichen Luftauslässe und vorderen Lautsprecher. In allen drei Fällen stehen stehen sage und schreibe 16 unterschiedliche Farbtöne zur Verfügung: Ruby, Citrine, Amber, Peridot, Emerald, Jade, Topaz, Tanzanite, Aquamarine, Sapphire, Iolite, Amythest, Kunzite, Rhodolite, Coral und Diamond.
Schon mal gehört: Tastatur und Touchpad
Die Tastatur steht im weiträumigen Innenteil des Inspiron XPS Gen2 wie auf verlorenem Posten. Obwohl sich mehr als genug Platz dafür bietet, besitzt sie weder einen seperaten Nummernblock, noch Pfeiltasten außerhalb des Tastenfelds. Schade, dass Dell den Freiraum nicht zugunsten besserer Bedienbarkeit ausnutzt. Doch davon abgesehen wartet die Tastatur mit einem angenehmen Druckpunkt bei geringem Widerstand auf. Die kurzen Wege ermöglichen schnelles Tippen und wirken sich positiv auf die Reaktionszeit aus, was gerade beim Spielen von großem Vorteil sein kann.
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