Überall-Fernsehen per Satellit und Kabel

Digitalfernsehen ohne Antenne: DVB-S und DVB-C

Wenn Ihr Nachbar von Digitalfernsehen redet, dann meist in einem Atemzug mit DVB-T. Dabei steht das "T" für terrestrisch und meint den Empfang über eine Antenne. Es geht auch anders. Digitalfernsehen lässt sich auch per Satellit oder Kabel empfangen. Dann heißt DVB-T eben DVB-S oder DVB-C. Netzwelt erklärt Ihnen die kleinen Unterschiede, Vorteile und Nachteile der einzelnen Lösungen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1DVB-S: Mehr Programme für wenig Geld
  2. 2DVB-C: Teuer und spartanisch
  3. 3Ein Kabelanschluss für Telefon, Internet und Fernsehen
  4. 4Fazit

DVB steht für "Digital Video Broadcast" und meint digitalen Fernsehrundfunk. Den kann man auf verschiedenen Wegen empfangen. Per Satellit, dann handelt es sich um DVB-S. Per Kabel, dann heißt es DVB-C. Oder per Antenne, das ist das bekannte DVB-T.

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DVB-S: Mehr Programme für wenig Geld

DVB-S ist die meistgenutzte DVB-Variante. Der Grund ist die große Bandbreite an Fernseh- und Rundfunkprogramme sowie der Zusatzdienste. Außerdem lassen sich verschiedene Satelliten ansteuern, etwa Astra oder Eutelsat. Ausländische Mitbürger können so ohne Probleme das Heimat-Programm empfangen. Der Empfang über eine Satelliten-Schüssel benötigt keine weiteren Voraussetzungen, wie etwa ein Kabelnetz bei DVB-C und verursacht auch keine laufenden Kosten - zwei weitere Vorteile für DVB-S. Notwendig ist in der Regel aber ein Digitalreceiver.

Die Wikipedia nennt noch einen weiteren Vorteil. Der Vorteil von DVB-S liegt darin, dass auf einem Transponder im Gegensatz zur analogen Verbreitung mehrere Programme abgestrahlt werden. Dies stellt für die Programmanbieter einen Kostenvorteil dar, da die Miete eines Satelliten-Transponders recht kostenintensiv ist. Die Anzahl der gleichzeitig über einen Transponder abgestrahlten Programmen hängt von der Symbolrate ab, die den jeweiligen Programmen zugeordnet wird, heißt es dort.

Mit DVB-S2 ist bereits eine Weiterentwicklung am Start. Es soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz haben als das aktuelle DVB-S und eine verbesserte Codierung besitzen. Zurzeit befindet es sich in Begutachtung durch die zuständige ETSI. DVB-S2 wird für neue Übertragungsvarianten wie IP-basierte Dienste oder HDTV-Übertragungen genutzt. DVB-S2 erlaubt die Ausstrahlung zweier unabhängiger Transportströme auf einem Transponder. Parallele Übertragung eines Programms, etwa in HDTV-Auflösung und einer Standard-Auflösung, sind möglich.

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