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20 Jahre Amiga: Ein Nachruf Der Amiga im Wandel der Zeiten

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Totgesagte leben länger. Oder sollte man sagen: Tote sollte man Ruhen lassen? Weder noch, wenn es um den Amiga geht. Der existiert nämlich seit inzwischen rund zehn Jahren in einer Zwischenwelt. Nicht wirklich lebendig, nicht wirklich tot, wird er von seinen Fans unter extremen Einsatz von Zeit und Geld künstlich beatmet und am Leben erhalten. Sterbehilfe steht nicht zur Debatte.

Totgesagte leben länger. Oder sollte man sagen: Tote sollte man Ruhen lassen? Weder noch, wenn es um den Amiga geht. Der existiert nämlich seit inzwischen rund zehn Jahren in einer Zwischenwelt. Nicht wirklich lebendig, nicht wirklich tot, wird er von seinen Fans unter extremen Einsatz von Zeit und Geld künstlich beatmet und am Leben erhalten. Sterbehilfe steht nicht zur Debatte.

Es waren die 1980er Jahre, Mofas und Jeansjacken machten Teenager überall in der Republik glücklich. Die Frisuren waren ähnlich schlimm wie heute, nur ohne Stinktier-Streifen und die Musik war auch noch erträglich. In diese Zeit wurde der Amiga geboren. Ursprünglich als Konsole konzipiert, zog der Hersteller Commodore im letzten Moment die Notbremse und stieß in den boomenden Heimcomputer-Markt vor.

Amiga 1000
Urahn: Der Amiga 1000 (Quelle: Computer Commodore Online Museum)

Erfolgsmodell binnen kürzester Zeit

Der Amiga war ein Erfolgsmodell. Binnen kürzester Zeit schwang er sich auf den Olymp der Computer hinauf, ein Erfolg ohne Frage, was sicherlich auch der seinerzeit überragenden Rechenleistung und dem niedrigen Preis zu verdanken war und der Tatsache, dass der Rechner für damalige Verhältnisse mit rund 1000 Mark, also rund 500 Euro, sehr günstig war.

Doch vor allem das technische Design machte den Amiga zu einem Gewinner: Als Zwitterwesen aus PC und Konsole nutzte er Bestandteile beider Welten. Vom PC schaute er sich die Benutzung eines Betriebssystems, Maus und Tastatur ab, von der Konsole gab es das Kick-Rom spendiert, das die Ausführung von Spielen ohne Betriebssystem erlaubte. Die Tatsache, dass der Amiga für jede Funktion, ob Grafik oder Sound, über souveräne Chipsätze verfügte, machte ihn für die heute jämmerlich erscheindende Taktrate von 7 Megahertz unglaublich schnell. Eine Tatsache, die dafür sorgt, dass erst aktuelle PCs einen Amiga fehlerfrei emulieren können.

Amiga 500
Kultrechner: Der Amiga 500 (Quelle: Computer Commodore Online Museum)

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Christian Rentrop
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