Rundumklang über Ethernet: Sony NAS-CZ1 im Test
Per Ethernet Musik streamen, und nicht telefonieren
Allein die Stimmwiedergabe mag nicht ganz so gefallen. Bei Musikstücken ist der Gesang ein wenig weit weg, als wäre er irgendwo im Raum hängengeblieben. Leider ist dies auch bei der reinen Sprachwiedergabe der Fall. Der Bass hingegen kommt sehr präsent ans Ohr. Bei voller Lautstärke gerät das Boxen-Ensemble an seine Grenzen; die Ohren des Auditoriums aber auch.
Insgesamt treten sechs Equalizer-Presets zum Klangtuning an. Die Unterschiede zwischen den Einstellungen "Rock", "Pop", "Jazz", "Classic", "Dance" und "Flat" sind deutlich hörbar und helfen den Sound an die jeweilige Stilrichtung anzupassen. Damit ist das Thema allerdings für Sony gegessen, denn neben den Presets fehlen sämtliche Möglichkeiten auf den Klang Einfluss zu nehmen.
Dank eines FM-Tuners lässt sich mit der NAS-CZ1 auch ganz klassisch Radio hören. Zum Lieferumfang gehört daher eine ziemlich unschöne Wurfantenne. (Zu allem Überfluss auch noch in Weiß - eine ausziehbare Stabantenne in silber hätte der Anlage wesentlich besser gestanden.)
Der Empfang ist aber auch mit dieser Notlösung gut. Auf Wunsch speichert die Anlage bis zu zwanzig Sender aus der Region ab. Im Display erscheint dank RDS, falls verfügbar, auch der jeweilige Name des Senders.
Der eigentliche Knackpunkt an der Anlage befindet sich aber auf der Rückseite, in Form eines Ethernet-Anschlusses. Technikmuffel versuchen hier verkrampft das betagte Wählscheiben-Telefon anzustöpseln, um der Dame bei der Sony-Hotline vom gelungenen Konzept der NAS-CZ1 zu berichten.
